Eco - Ökosystem-Survival-Sim erreicht Kickstarter-Ziel

In Eco geht es darum, gemeinsam mit anderen Spielern eine Zivilisation aufzubauen und dabei die begrenzten Ressourcen eines Ökosystems zu nutzen, das sowohl beschädigt als auch vollständig zerstört werden kann. Finanziert wird das Projekt per Kickstarter.

von Tobias Ritter,
25.08.2015 15:15 Uhr

Eco - Kickstarter-Trailer 3:52 Eco - Kickstarter-Trailer

Bei Eco handelt es sich um ein ambitioniertes Survival-Spiel, das einen innovativen Ansatz wählt. Statt auf Zombies als Gegner und ein Crafting-System mit quasi endlosen Ressourcen setzt das Global-Survivalspiel auf ein Ökosystem, das sowohl beschädigt als auch komplett zerstört werden kann. Heißt im Klartext: Die Spieler müssen vorsichtig und behutsam mit den ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen umgehen. Nachhaltigkeit steht stets im Fokus.

Wer also einen Wald abholzt und es versäumt, an derselben Stelle neue Bäume zu pflanzen, sieht sich dort alsbald mit einem Ödland konfrontiert - und mit schwindenden Holzressourcen. Wer es darüber hinaus mit dem Lachsfang übertreibt, sorgt mittelfristig für eine Ausrottung dieser Spezies und eine mögliche Hungersnot. Und selbst das Platzieren einer Fabrik will wohl überlegt sein - nahe eines Flusses sorgt sie für vergiftetes Frischwasser und ein Fernbleiben der ansonsten so zahlreichen Tiere.

Um das Trollen zerstörerisch eingestellter Mitspieler zu vermeiden, können sich die Community übrigens per Abstimmung eigene Regeln und Gesetze für den von ihnen besiedelten Planeten ausdenken. Wird etwa der Holzabbau auf zehn Bäume pro Tag beschränkt, verhindert eine aufploppende Nachricht das weitere Fällen.

Allerdings ist Eco trotz seiner strategischen, taktischen und ökonomischen Elemente keine Götter-Simulation und auch kein Global-Strategiespiel. Vielmehr schlüpfen die Spieler in die Rolle eines einzelnen menschlichen Avatars und entscheiden sich zum Beispiel für eine Karriere als Holzfäller, Zimmermann oder Fischer. Eine Spezialisierung in sämtlichen Fähigkeiten ist nicht möglich. Das Zusammenarbeiten mit anderen Spielern ist also eine Grundvoraussetzung für den Erfolg.

Dabei werden die Spieler dazu animiert, untereinander Handel zu treiben. Wer etwa ein größeres Haus haben möchte, selbst aber kein Schreiner ist, muss einen solchen gegen Bezahlung für den Bau engagieren. Aufgrund der Komplexität der gesamten Ökonomie wird es stets öffentlich einsehbarer Statistiken pro Server geben, so dass die Spieler beispielsweise erkennen können, dass die Bienen-Population dramatisch schwindet.

Finanziert werden sollen die noch anstehenden Entwicklungsarbeiten an Eco durch eine Crowd-Funding-Kampagne auf Kickstarter. Das zuvor ausgegebene Ziel von 100.000 US-Dollar wurde bereits erreicht. Und noch läuft die Kampagne 15 Tage lang. Ab 150.000 US-Dollar wird es ein Landbesitz-System geben. Bei 200.000 US-Dollar ist eine Erhöhung der Server-Kapazitäten geplant. Und bei 250.000 US-Dollar wird es Biome geben.

Aufgrund des edukativen Charakters von Eco hat übrigens auch die US-Regierung bereits zur Finanzierung des Spiels beigetragen.

Eco - Entwickler erklären, worum es eigentlich geht 4:10 Eco - Entwickler erklären, worum es eigentlich geht


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