Electronic Arts - EA-Gründer Trip Hawkins: »Konsolen werden bald zum Nischenmarkt«

Trip Hawkins, der Gründer des Publishers Electronic Arts, sieht die Zukunft der Konsolen in einem Nischenmarkt. Im Gegenzug sieht er die Social-Games auf dem Vorwärtsmarsch.

von Andre Linken,
15.10.2012 13:33 Uhr

Trip Hawkins sieht Konsolen bald in einem Nischenmarkt.Trip Hawkins sieht Konsolen bald in einem Nischenmarkt.

Die Konsolen sind bald nur noch ein Nischenmarkt. Das behauptet zumindest Trip Hawkins, der Gründer des Publishers Electronic Arts, in einem Interview mit dem Magazin IGN. Dort erklärte er, dass der Markt für die Konsolen in der Zukunft immer weiter schrumpfen und sich zunehmend der Gruppe von Hardcore-Spielern zuwenden wird. Im Gegenzug sieht er das Segment der Mobile- und Social-Games weiter auf dem Vormarsch - wie auch die Videospiele ganz im Allgemeinen, die langsam aber sicher einen wirklichen Massenmarkt erobern und somit für eine immer größer werdende Zielgruppe zugänglich sein werden.



»Den Konsolenmarkt wird es immer geben, weil es immer ein Hardcore-Segment geben wird; ein Segment, das Innovationen liebt. Doch dieser Markt wird schrumpfen, und es wird zu einer Art Hobby-Markt werden. Nehmen wir als Beispiel die Flugzeuge: Ein Großteil von uns möchte einfach nur ein Passagier sein. Doch es gibt diesen Hobby-Markt für Leute, die sich wirklich für die Luftfahrt interessieren, die Flugstunden nehmen und irgendwann vielleicht ihr eigenes Flugzeug besitzen. Ich glaube genau das wird auch mit dem Konsolenmarkt passieren.«

Hawkins betonte in dem Interview jedoch auch, dass die Computer- und Videospiele mittlerweile einen wirklich großen Massenmarkt erreichen - und somit auch eine größere Anzahl an Spielern. Das liegt seiner Meinung nach vor allem an dem einfachen Zugang zu den Spielen heutzutage.

»Es gibt Milliarden Menschen, die spielen. Die Branche wird endlich zu einem Massenmarkt. Dieser umfasst zwei Milliarden PCs, ver Milliarden Handys und innerhalb weniger Jahre auch eine Milliarde Tablets. In Hinsicht auf die reine Zielgruppe erreichen wir jetzt wirklich große Zahlen. (...)

Früher musste ich in den Keller gehen, um GTA zu spielen. Doch der Facebook-Spieler kann von seinem Arbeitsplatz aus spielen, zuhause oder an einem PC im Hotel. Sie haben fast überall Zugriff auf einen Browser. Die Leute denken zunächst an die Bequemlichkeit.«


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