Electronic Arts - Raubkopien gut fürs Geschäft

EA-Chef ist der Meinung, dass Electronic Arts auch an Raubkopien Geld verdienen kann, wenn man genug DLC anbietet.

von Daniel Raumer,
09.12.2009 11:34 Uhr

Die Spielepublisher Electronic Arts scheint eine neue Strategie in Bezug auf Raubkopien seiner Spiele zu fahren, denn der Chef des Publishers John Riccitiello sagte nun in einem Gespräch mit der Seite kotaku.com, dass Softwarepiraterie auch seine guten Seiten für das Geschäft habe. Laut Riccitiello könnten Spieler zwar die Disc illegal kopieren, aber herunterladbare Zusatzinhalte könnten sie nicht stehlen. Im Kampf gegen illegale Versionen sieht EA anscheinend den sogenannten Downloadable Content (DLC) als Allheilmittel.

John RiccitielloJohn Riccitiello

»Der Kunde möchte mehr haben und wenn man ihm mehr gibt oder verkauft, dann wird das entsprechend gut angenommen. Es gibt beträchtliche Märkte für Piraterie und Second-Hand-Spiele und wir wollen in diesen Märkten gewinne erzielen.«

Aktuelle Beispiele wie Dragon Age: Origins, The Saboteur oder Die Sims 3 zeigen, dass EA diese Strategie bereits anwendet und am Launch-Tag bereits Zusatzinhalte anbietet. Käufer des Originalprodukts erhalten diese Inhalte dann umsonst, da der Packung ein einmalig nutzbarer Gutscheincode beiliegt. Käufer einer gebrauchten Version oder gar eine Raubkopie müssten die Inhalte allerdings bezahlen.

Natürlich wäre es Riccitiello lieber, wenn alle Spieler ihre Version neu kaufen würden. Das sei aber utopisch und so stelle DLC auch noch eine gute Möglichkeit dar, doch noch Umsätze zu erzielen. Deshalb sei es falsch, Piraten zu verteufeln, sondern müsse sie durch gute und wertvolle Inhalte für sich gewinnen.


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