Enemy Territory: Quake Wars - Die klügsten Bots der Online-Shooter-Geschichte?

Irren ist menschlich, das musste heute auch Paul Wedgwood, Chef von Splash Damage, zugeben, als er uns Enemy Territory: Quake Wars präsentierte.

von Frank Maier, Heiko Klinge, Michael Graf,
13.07.2007 07:44 Uhr

Irren ist menschlich, das musste heute auch Paul Wedgwood, Chef von Splash Damage, zugeben, als er uns Enemy Territory: Quake Wars präsentierte: "Auf der letzten E3 habe ich noch gesagt, dass wir garantiert niemals Bots in unserem Spiel haben werden. Doch dann fanden wir einen unglaublich talentierten KI-Programmierer. Und jetzt schaut euch das mal an!" Wir sehen KI-Kameraden, die auf Befehl und sogar selbständig ein MG-Geschütz reparieren. Und wir staunen über einen feindlichen Bot-Strogg, der Paul zunächst über den Haufen schießt, dann die vorher von Ingenieur Paul platzierte Artilleriekanone sabotiert und sogar die Gestaltwandler-Fähigkeit einsetzt, um schließlich als Paul-Klon wieder davon zu laufen. Beeindruckend! Laut Paul kommunizieren die Bots sogar untereinander und weisen sich gegenseitig Aufgaben zu.

Nach Pauls Präsentation durften wir Enemy Territory: Quake Wars selbst anspielen, um uns vom Können der Bots zu überzeugen. Unser Eindrücke waren überwiegend positiv. So versuchen die KI-Soldaten stets, das aktuelle Missionsziel zu erfüllen. Zum Beispiel reparieren computergesteuerte Ingenieure das mobile Hauptquartier der Menschen, damit dieses unbeschadet in einen Strogg-Stützpunkt rumpeln kann. Freund und Feind haben aber auch Aussetzer und rennen manchmal wirr herum. Das nervt besonders, wenn eine Fraktion einen bestimmten Ort bewachen soll. Dann stellen die KI-Truppen zwar einige Wachen auf und verminen den Weg zum Ziel -- aber sie verteidigen eben nicht mit voller Mannstärke, viele Soldaten rennen abseits der Front herum. Bot-gesteuerte Fahrzeuge wiederum, bleiben häufig an unbesetzten Vehikeln hängen, obwohl sie diese locker umfahren könnten. Dafür dürfen wir computergesteuerte Verbündete herumkommandieren, indem wir mit einem Druck aufs Mausrad eine Befehlsliste aufrufen. Aus der wählen wir dann per Raddreh eine Anweisung. Wenn wir etwa in einem Panzer sitzen, können wir die Mitstreiter darauf hinweisen, dass dessen MG unbesetzt ist -- und prompt klemmt sich einer der Bots hinter das Geschütz. Weil die KI-Kämpfer zudem äußerst zielsicher schießen, eignen sie sich bestens als Trainingspartner sowie als Füllmaterial für Mehrspieler-Partien.

Genre:

Multiplayer-Shooter

Publisher:

Activision

Entwickler:

Splash Damage

Release:

Herbst 2007


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