Facebook - Flash-Sicherheitslücken gefährden Geschäft mit Spielen

Die vielen Sicherheitslücken in Adobe Flash könnten dazu führen, dass die beliebten Flash-Spiele bei Facebook keine Umsätze mehr generieren.

von Georg Wieselsberger,
03.08.2015 14:30 Uhr

Sicherheitslücken in Flash machen Facebook Sorgen.Sicherheitslücken in Flash machen Facebook Sorgen.

Bei Facebook gibt es eine riesige Menge an kleinen und größeren Spielen, die meistens Adobe Flash als Grundlage nutzen. Diese Spiele sind neben der eingeblendeten Werbung eine wichtige Möglichkeit für das soziale Netzwerk, mit dem eigenen Angebot Geld zu verdienen. Doch die vielen Sicherheitslücken in Flash könnten dieses Geschäftsmodell gefährden und das vermutlich nicht nur bei Facebook. Viele Spielestudios wurden auf der Grundlage von Flash-Spielen gegründet und verdienen nur auf diese Weise ihr Geld.

Bei Facebook nimmt man das Problem sogar so ernst, dass eine Mitteilung an die Börsenaufsicht der USA eine entsprechende Warnung an Investoren enthält. »Im Juli 2015 haben bestimme Sicherheitslücken in Flash dazu geführt, dass populäre Webbrowser die Unterstützung für Flash zeitweise unterbrochen haben. Wenn solche Unterbrechungen in Zukunft auftreten und damit unsere Möglichkeit stören, Social Games für manche unserer Nutzer anzubieten, würde das unsere Fähigkeiten schädigen, mit Zahlungen Umsatz zu erzeugen«, so Facebook.

Schon vor einigen Tagen hatte der neue Sicherheitschef von Facebook, Alex Stamos, Adobe dazu aufgerufen, einen langfristigen Termin für das Ende von Flash festzulegen, damit sich Entwickler und Unternehmen entsprechend vorbereiten können. Ohne einen festen Termin würden sich viele Entwickler nicht von Flash trennen, obwohl es inzwischen ausreichend Alternativen wie HTML5 oder auch Plug-Ins für Engines wie Unity gibt. Facebook unterstützt diese Alternativen bereits, kann aber aufgrund der vielen Spiele die Unterstützung von Flash nicht einstellen, solange Adobe kein »End-of-Life« ankündigt. Bislang hat Adobe aber nicht auf den Aufruf reagiert.

Quelle: sec.gov


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