Firefox & Yahoo - Google »bettelt« Nutzer zur Umstellung der Standard-Suchmaschine

In den USA und anderen Ländern nutzt Firefox seit 2014 nicht mehr Google, sondern Yahoo als Standardsuchmaschine. Google scheint das nicht zu gefallen.

von Georg Wieselsberger,
16.03.2015 12:36 Uhr

Google bittet Firefox-Nutzer, ihre Suchmaschine umzustellen. (Bildquelle: Search Engine Land)Google bittet Firefox-Nutzer, ihre Suchmaschine umzustellen. (Bildquelle: Search Engine Land)

Über viele Jahre hinweg war Google der wichtigste Partner für die Entwickler bei Mozilla, da über die Startseite und die Verwendung von Google als Standard-Suchmaschine über 90 Prozent aller Einnahmen generiert wurden. Doch als im Jahr 2014 der Vertrag mit Google auslief, entschied man sich bei Mozilla, zu Yahoo zu wechseln und nun deren Suchmaschine als Standard in Firefox einzustellen. Dieser für viele Nutzer überraschende Schritt scheint nun auch bei Google Wirkung zu zeigen, da man sich dort zu einer Aktion entschlossen hat, die sich an Firefox-Nutzer richtet.

Laut Search Engine Land »bettelt« Google die Firefox-Nutzer geradezu, die Standard-Suchmaschine in Firefox zu ändern und wieder Google zu wählen. Wer die Websuche von Google mit Firefox nutzt und eine andere Standard-Suchmaschine im Browser eingestellt hat, sieht noch über den Suchergebnissen einen großen Hinweis. »Ändern Sie ihre Suchmaschine zu Google« und zwei Schaltflächen, die dieses Ansinnen entweder ablehnen oder aber zu Hinweisen führen, wie die Umstellung vorgenommen werden kann. Da diese Hinweis-Box mit der Aufforderung inzwischen von mehreren Nutzern und Unternehmen bestätigt wurde, scheint Google also viel Wert darauf zu legen, auch in Firefox wieder als Standard verwendet zu werden.

Bemerkenswert dabei ist, dass Google für diesen Hinweis sogar einen recht großen Bildschirmbereich opfert, auf dem sonst Suchergebnisse zu sehen sind. Laut dem Bericht könnte dies etwas damit zu tun haben, dass der Marktanteil von Yahoo bei den genutzten Suchmaschinen seit der Vereinbarung mit Firefox von ungefähr 8,6 auf bis zu 11,8 Prozent angestiegen ist und das wohl auf Kosten von Google. Trotzdem ist diese »Bitte« in dieser Größe und vor den Suchergebnissen ungewöhnlich.

Quelle: Search Engine Land, Twitter


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