Google erkennt Grippewellen - Websuche nach Symptomen als Indikator

Der wohltätige Teil von Google, Google.org, hat mit Google Flu Trends eine Möglichkeit zur Erkennung von Grippewellen in den USA vorgestellt.

von Georg Wieselsberger,
13.11.2008 07:49 Uhr

Google.org, der wohltätige Teil von Google, hat mit Google Flu Trends eine Möglichkeit zur Erkennung von Grippewellen in den USA vorgestellt. Die Webseite nutzt dazu die Daten der Google-Suchmaschine. Begriffe wie "Grippe", "Muskelschmerzen" oder "Fieber" werden erkannt und dem Standort des Suchenden zugeordnet. Durch das Sammeln dieser Daten entstehen Karten, die Grippewellen sehr früh anzeigen können. Im Durchschnitt erkannte Google Flu Trends Ausbrüche der Krankheit mehrere Wochen vor den darauf spezialisierten Centers For Disease Control.

Für ältere Menschen oder Menschen mit schwachem Immunsystem kann Grippe tödlich sein. Daher könnte der Zeitgewinn, den Google Flu Trends ermöglicht, Leben retten, weil Gegenmaßnahmen eher ergriffen werden können. Allerdings zeigt das Projekt auch, wieviel unerkanntes Potential und versteckte Information in der riesigen Datensammlung von Google steckt - und nicht jede Nutzungsmöglichkeit dürfte so positiv aufgenommen werden wie Google Flu Trends.

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