Hearthstone - Blizzard bannt umstrittene deutsche Turnierspieler

Aufgrund von unsportlichem und unangemessenem Verhalten dürfen die beiden Hearthstone-Spieler Thomas »Sintolol« Zimmer und Mats »P4wnyhof« Kathage trotz Community-Wahl nicht an den Hearthstone Global Games teilnehmen.

von Tobias Ritter,
31.03.2017 17:45 Uhr

Die Hearthstone Global Games sind noch nicht einmal gestartet, da gibt es bereits die erste Kontroverse. Blizzard hat zwei der nominierten und gewählten Spieler nachträglich ausgeschlossen.Die Hearthstone Global Games sind noch nicht einmal gestartet, da gibt es bereits die erste Kontroverse. Blizzard hat zwei der nominierten und gewählten Spieler nachträglich ausgeschlossen.

Mit den Hearthstone Global Games wollte Blizzard eigentlich ein Community-gerechtes Nationen-Turnier in Hearthstone etablieren. Ab dem 11. April treten dazu Teams aus der ganzen Welt gegeneinander an, um herauszufinden, welches Land die Heimat der besten Hearthstone-Spieler ist. Der Clou: Die Community bestimmt durch wen sie vertreten wird.

Doch bevor das Event überhaupt begonnen hat, gibt es schon reichlich Drama. Seinen Lauf nahm das Ganze bereits im vergangenen Februar, als die Nominierung des umstrittenen deutschen Spielers Mats »P4wnyhof« Kathage bekannt wurde.

Umstrittene Nominierung

Kathage war zuvor als Spieler und Admin in einen kleinen Skandal beim Gentlemen Cup von TakeTV involviert. Später aufgedeckte Fehler in der Punktevergabe sorgten damals dafür, dass Kathages Team Planetkey Dynamics unberechtigt in die Playoffs vorstoßen konnte. Diese Entscheidung wurde zwar nachträglich korrigiert, da stand der Vorwurf der Manipulation aber schon im Raum.

Ebenso wie jener, dass Kathage die Zuschauerzahlen seines Twitch-Kanals durch Viewbots in die Höhe treibe. Das konnte dem Streamer und Hearthstone-Spieler zwar nie nachgewiesen werden, kratzte jedoch offenbar weiter an seinem Image, vor allem vor dem Hintergrund der vorherigen Gentlemen-Cup-Kontoverse.

Spieler boykottieren Hearthstone Global Games

Die Nominierung hatte deshalb weitreichende Folgen. Zahlreiche andere Hearthstone-Spieler protestierten und kündigten an, die Veranstaltung zu boykottieren, sollte Kathage am Ende von der Community in das Turnier gewählt werden.

Als es dann tatsächlich dazu kam, zog etwa der Schwede Sebastian »Forsen« Fors seine Bewerbung zurück. Auch der deutsche Spieler Jan »SuperJJ« Janssen von compLexity Gaming drohte zuvor bereits mit einem Rückzug.

Anfeindungen unter der Gürtellinie

Als Kathages eifrigster Ankläger entpuppte sich allerdings Thomas »Sintolol« Zimmer - ausgerechnet ein Spieler also, der ebenfalls in das Deutsche Team für die Hearthstone Global Games gewählt wurde.

Und die beiden Teamkollegen bekleckerten sich im Zuge ihrer Auseinandersetzung nicht gerade mit Ruhm: Während Kathage sich mit homophoben Äußerungen hervor tat, die durch Discord-Chat-Screenshots belegt wurden, zeigte Zimmer im Verlauf eines aufgezeichneten Live-Streams zweifelhaftes Verständnis dafür, dass es »Leute wie [Adolf] Hitler« gebe, solange Menschen wie Kathage durch die Städte liefen. Außerdem bezeichnete er dessen Fans als »geistig behindert«.

Kaum angebrachtes Verhalten für Spieler, die ein Land und seine Community bei einem internationalen Turnier repräsentieren sollen. Weshalb dann auch Blizzard reagierte: Sowohl Kathage als auch Zimmer wurden für die Hearthstone Global Games gesperrt.

Als Grund führte Blizzards Community-Manager die unangemessenen und unsportlichen Aussagen der beiden Hearthstone-Spieler in den vergangenen Tagen an.

Andere Spieler nachnominiert

Kathage nahm es gelassen - er sei zwar traurig, aber nicht am Boden zerstört, teilte er auf Twitter mit. Zudem beklagte er sich über seine aus dem Zusammenhang gerissenen Kommentare und die anschließende Hexenjagd.

Einige andere Spieler dürfen sich indes freuen: Nachdem Blizzard neue Nominierungen vorgenommen hat, vertreten nun Jan »SuperJJ« Janssen, Torben »Viper« Wahl, Daniel »C4mlann« Märkisch und Adrian »Lifecoach« Koy Deutschland bei den Hearthstone Global Games.

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