HoloLens - Exemplare auf dem Weg zur ISS zerstört (Update)

Die NASA möchte Microsofts HoloLens auf der Internationalen Raumstation (ISS) zur Unterstützung ihrer Astronauten einsetzen. Unter anderem soll so das Training im Vorfeld reduziert werden können. Vorerst wird daraus jedoch nichts.

von Tobias Ritter,
30.06.2015 12:42 Uhr

Update vom 30. Juni 2015: Die Pläne der NASA, Microsofts HoloLens auf der Internationalen Raumstation (ISS) einzusetzen, verzögern sich. Die eigentlich dazu vorgesehenen Exemplare sind zusammen mit dem SpaceX-Spaceshuttle, das auf dem Weg ins Weltall explodiert ist, zerstört worden.

Der Microsoft-CEO Satya Nadella hat der US-Raumfahrtbehörde jedoch bereits seine Unterstützung zugesagt. Möglicherweise wird der Konzern schon bald weitere HoloLens-Exemplare für die ISS zur Verfügung stellen können.

Ursprüngliche Meldung: Bereits bei der Ankündigung seiner Augmented-Reality-Brille HoloLens hat Microsoft angedeutet, dass die Technologie vielfältige Einsatzmöglichkeiten bieten werde. Neben Spielen wurden etwa das Ingenieurswesen sowie das Feld Wissenschaft und Forschung genannt.

Die Raumfahrtbehörde NASA hat nun ihre ganz eigenen Pläne für das Gerät vorgestellt: Microsofts HoloLens soll demnach auf der Internationalen Raumstation (ISS) zum Einsatz kommen. Sie soll die Astronauten beim Training und dem Ausführen alltäglicher Prozeduren unterstützen. Genutzt wird dabei eine eigens entwickelte Applikation namens Sidekick.

Der NASA zufolge verfügt Sidekick über zwei unterschiedliche Elemente: Einen Remote-Expert- und einen Procedure-Modus. Erster ermöglicht es einem Techniker oder Operator auf der Erde, per Skype eine Verbindung zum Astronauten herzustellen und ihm hilfreich zur Seite zu stehen. Das Blickfeld des ISS-Bewohners wird dabei in Echtzeit an das Bodenpersonal übertragen. Von dort auch lassen sich unter anderem Zeichnungen vornehmen oder Notizen und Kommentare einblenden - ebenfalls live.

Beim Procedure-Modus werden bestimmte Objekte im Sichtfeld des Astronauten hingegen mit zusätzlichen Illustrationen und Info-Texten überlagert, wodurch das eigentliche Training für die Raumfahrer im Vorfeld reduziert werden kann. Eine klassische Augmented-Reality-Anwendung also.

Bereits am 28. Juni 2015 soll HoloLens auf die ISS gebracht werden und dort zum Einsatz kommen.

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