Intel 3D XPoint - Superspeicher hat Probleme, auf 2019 verschoben

Intel hatte zusammen mit Micron im Juli 2015 den neuen Superspeicher 3D XPoint angekündigt, der bis zu 1000x schneller als Flash-Speicher sein sollte. Server sollten schon 2016 davon profitieren, doch anscheinend hat der Superspeicher große Probleme.

von Georg Wieselsberger,
25.10.2016 13:43 Uhr

Intels 3D-XPoint-Speicher wird nicht so schnell auf den Markt kommen wie ursprüngliich gedacht.Intels 3D-XPoint-Speicher wird nicht so schnell auf den Markt kommen wie ursprüngliich gedacht.

Intel hatte den neuen Speichertyp 3D XPoint im Juli 2015 vorgestellt und dabei große Versprechungen gemacht. Der nichtflüchtige Speicher sollte Flash-Speicher ablösen und dabei bis zu 1000 Mal schneller sein und gleichzeitig auch eine um den Faktor 1000 höhere Lebensdauer aufweisen. Gleichzeitig sollte die Speicherdichte für wesentlich kleinere Laufwerke oder mehr Kapazität auf gleichem Raum sorgen.

Eine Besonderheit der damaligen Ankündigung war auch, dass es sich dabei nicht um eine Präsentation einer nur im Labor existierenden Technik handelte, sondern Intel den Speicher schon für das Jahr 2016 in kommerziellen Produkten ankündigte. Sogar die Herstellung sollte schon laufen. Doch wie die Webseite Motley Fool nun berichtet, scheint Intel mit dem Superspeicher große Probleme zu haben.

Die tatsächliche Markteinführung wurde anscheinend ohne Mitteilung verschoben und das nicht nur um ein paar Monate, sondern gleich in das Jahr 2019. Allerdings gilt dies wohl nur für Produkte, die für den Serverbereich gedacht sind. Das geht aus einer Aussage von Intel-CEO Brian Krzanich gegenüber Investoren hervor. Krzanich kündigte dabei die Unterstützung von 3D XPoint für die zweite Generation der »Purley«-Plattform an. Dabei handelt es sich um den Nachfolger der noch nicht einmal veröffentlichten Skylake-EP-Prozessoren für Server.

Für Endkunden könnte es zwar relativ bald SSDs mit 3D XPoint geben, doch von den großen Versprechen mit Faktor 1000 ist zumindest laut den letzten Intel-Demos nur noch ein Bruchteil übrig geblieben. Ein Prototyp war im April 2016 in der Lage, eine Datei mit rund 2 GByte pro Sekunde zu kopieren. Schnelle SSDs schaffen das heute allerdings auch schon mit Flash-Speicher.

Quelle: Motley Fool


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