Intel Coffee Lake - Desktop-Prozessoren erst im Oktober

Intel hat am 21. August seine neuen Coffee-Lake-Prozessoren offiziell vorgestellt. Die Desktop-CPUs werden erst im Herbst erscheinen.

von Georg Wieselsberger,
22.08.2017 07:34 Uhr

So sieht die Intel Coffee Lake Verpackung aus. (Bildquelle: Intel)So sieht die Intel Coffee Lake Verpackung aus. (Bildquelle: Intel)

Update: Intel hat die ersten Coffee-Lake-Prozessoren offiziell vorgestellt, bei denen es sich allerdings um mobile Versionen mit nur 15 Watt TDP handelt. Zu den Desktop-Prozessoren gibt es nun wenigstens Bilder der Verpackung der Core i7- und Core i5-Versionen. Intel hat den Grafikkern der CPUs von HD 630 in UHD 630 umbenannt, allerdings scheint es technisch keine Veränderungen zu geben.

Sicher ist nun auch, dass die neuen Prozessoren nur mit einem Chipsatz der 300er-Serie funktionieren und damit aktuelle Mainboards mit Z270 oder älter nicht verwendet werden können, wobei der »neue« Z370-Chipsatz im Kern ein Z270 ist, der für Coffee Lake neu aufgelegt wird. Offiziell hat Intel auch noch kein Release-Datum für die Desktop-Versionen genannt, allerdings war auf Kaffeebechern nicht besonders unauffällig das Datum 10/2017 zu sehen - also werden die Desktop-CPUs wohl erst im Oktober veröffentlicht.

Originalmeldung: In Kanada sind erste Preise für die neuen Coffee-Lake-Prozessoren von Intel aufgetaucht. Berücksichtigt man die dort ohnehin im internationalen Vergleich etwas höheren Preise und vergleicht Coffee Lake mit Kaby Lake, so scheint Intel für den neuen Sechskerner Core i7 8700K keinen sehr großen Aufschlag gegenüber dem Core i7 7700K zu verlangen. Die genannten 484 kanadischen Dollar ohne Steuern sind aktuell umgerechnet 327 Euro. Der Core i5 8600K mit ebenfalls sechs Kernen, aber ohne Hyper-Threading, kostet vor Steuern 338 CAD und damit umgerechnet 228 Euro.

In Deutschland kosten die Vorgänger Core i7 7700K und Core i5 7600K aktuell mit Mehrwertsteuer 317 Euro beziehungsweise 210 Euro. Intel wird die neuen CPUs heute offiziell kurz vor der Sonnenfinsternis in den USA vorstellen. Erhältlich sollen die Prozessoren laut den Angaben von PCCanada aber wohl erst Mitte September sein.

Core i3 mit vier Kernen, Core i5 mit sechs Kernen

Intel muss sich erstmals seit Jahren in allen Bereichen des Prozessormarktes gegen starke Konkurrenz von AMD wehren, hat aber mit Coffee Lake bereits eine Antwort für die meisten PCs vorbereitet. Offiziell werden die Prozessoren der Core-i-8000-Serie erst am 21. August 2017 vorgestellt, doch im Hintergrund laufen bereits die Vorbereitung für den Verkaufsstart. Dazu gehören auch Trainingsveranstaltungen für Händler, aus denen nun einige Informationen geleakt sind.

So bestätigt sich die Vermutung, dass Intel die Core-i3-Modelle nun mit vier CPU-Kernen ausstatten wird. Die neuen Core-i5-Prozessoren erhalten zwei zusätzliche Kerne und Top-Modelle wie der Core i7 8700K bieten sechs Kerne und Hyper-Threading. Die Gerüchte um Hyper-Threading in den anderen Serien waren also wie vermutet falsch.

Auch zur Leistung gibt es erste Informationen. Der wohl im Basistakt mit 3,7 GHz laufende Core i7 8700K ist demnach bis zu 11 Prozent schneller als ein Core i7 7700K, wenn ein einzelner Thread berechnet wird - und dann wohl auch der Turbo-Boost zum Einsatz kommt. Die bis zu 11 Prozent entsprechen den bei Intel seit Jahren üblichen Steigerungen bei der Singlethread Performance. Werden alle Kerne genutzt, soll die Leistung um bis zu 51 Prozent höher sein. Das ist allerdings bei 50 Prozent mehr Kernen (sechs statt vier) als beim Core i7 7700K nicht wirklich überraschend.

Aktuelle Mainboards wohl nicht kompatibel

Ein Core i5 8600K wäre laut den Informationen mit 3,6 GHz bis zu 19 Prozent bei Singlethread und 55 Prozent bei Multithread vor einem Core i5 7600K. Bei einem Core i3 8350K soll der Vorteil gegenüber einem Core i3 7350K bei 17 und 65 Prozent liegen. Der Core i3 8350K soll eine Taktfrequenz von 4,0 GHz besitzen.

Obwohl die neuen Prozessoren den Sockel LGA1151 nutzen, werden sie laut den bisherigen Informationen nicht mit aktuellen LGA1151-Mainboards funktionieren. Intel dürfte sich am 21. August 2017 auch zu diesem Punkt äußern.

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