Internet - Neue Regelung für Top Level Domains

In der vergangenen Woche hat die zuständige Organisation ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) in Paris beschlossen, grundsätzlich Marken-, Städte- oder Eigennamen als so genannte Top Level Domains (TLD) zuzulassen.

von Andre Linken,
30.06.2008 13:17 Uhr

In der vergangenen Woche hat die zuständige Organisation ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) in Paris beschlossen, grundsätzlich Marken-, Städte- oder Eigennamen als so genannte Top Level Domains (TLD) zuzulassen. Bisher waren lediglich Länderkennungen wie „.de“ oder Kürzel wie „.com“, „.net“ sowie „.org“ möglich. Auch TLDs in Schriften wie kyrillisch oder chinesisch sind in Zukunft erlaubt.

Nach Expertenmeinung dürfte jedoch deutlich mehr als ein Jahr vergehen, bis erste Websites mit neuen Endungen wie „.berlin“ oder „.ebay“ online gehen. Als ersten Schritt müssen interessierte Städte, Regionen oder Unternehmen die gewünschte Domain bei ICANN beantragen. Nach Einschätzung des Branchenverbandes BITKOM wird dies frühestens ab dem zweiten Quartal 2009 möglich sein. Im Anschluss ist ein erheblicher organisatorischer und technischer Aufwand notwendig, bis Personen oder Unternehmen eine der neuen TLDs beantragen können. »Im besten Fall gibt es im vierten Quartal 2009 Domains etwa mit ".berlin"«, bestätigte BITKOM-Sprecher Christian Spahr.

In den vergangenen Monaten hat ICANN Regeln entwickelt, um zu verhindern, dass Spekulanten potenziell wertvolle Domains reservieren und diese dann teuer verkaufen. Auch bei der Vergabe der „.berlin“-Domains soll dieses Verfahren laut BITKOM zum Einsatz kommen. In einer „Sunrise“-Phase dürfen zunächst Firmen und Bürger Anspruch auf Adressen mit ihrem eigenen Namen erheben.


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