Internet als Wissensquelle - Studie: Surfen verbessert Bildung

Laut einer Bitkom-Studie sind drei Viertel der deutschen Benutzer der Meinung, mit Hilfe des Internets ihre Bildung verbessert zu haben.

von Nico Gutmann,
12.07.2010 12:40 Uhr

In einer repräsentativen Umfrage unter 1.000 deutschsprachigen Personen ab 14 Jahren, stellt der Bundesverband für Informationswirtschaft und neue Medien Bitkom fest, dass 76 Prozent der Befragten meinen, das Internet helfe ihnen, ihre Bildung zu verbessern. Dabei gaben rund zwei Drittel (62 Prozent) an, das Internet hätte ihre Allgemeinbildung verbessert und knapp über die Hälfte (51 Prozent) beziehe Informationen und Wissen für die berufliche Bildung. Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer bezeichnet in seinem Kommentar zur Umfrage das Internet als »Wissensquelle ersten Ranges« und leichten »Zugang zum Wissen der Welt«.

Die Ergebnisse schlüsseln sich nach Geschlechtern geteilt eindeutig zugunsten der Männer auf: Während 68 Prozent der männlichen Befragten das Internet als Quelle für Allgemeinbildung angaben, waren es bei den Frauen 56 Prozent. Analog dazu hieß es bei der beruflichen Bildung 57 Prozent bei den Männern zu 44 Prozent bei den Frauen. Besonders häufig (71 Prozent) gaben junge Menschen bis 29 Jahre an, ihre Allgemeinbildung mit dem Internet verbessert zu haben. Zwischen 30 und 49 Jahren steht dagegen die berufliche Fortbildung mit 63 Prozent im Vordergrund.

Prof. Dr. Scheer sieht die Bedeutung des Internets beim Lernen und Bildungsgewinn in den nächsten Jahren noch weiter wachsen. »Für Bürger und Unternehmen wird E-Learning künftig zu einem ganz selbstverständlichen Bildungsangebot. E-Learning heißt, Wissen dann zur Verfügung zu stellen, wenn es gebraucht wird, anstatt ausschließlich auf Vorrat zu lernen.«


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