Kurioses: Zahlung schadet Empfänger - Pirate-Bay-Gründer ruft zu Überweisungen auf

Viele kleine Zahlungen könnten dazu führen, dass eine Anwaltsfirma, die die Musikindustrie gegen The Pirate Bay vertrat, Verluste hinnehmen muss.

von Georg Wieselsberger,
13.05.2009 15:03 Uhr

Gottfried Svartholm, einer der Gründer der Torrentseite The Pirate Bay soll zusammen mit den drei anderen Gründern 30 Millionen Schwedische Kronen Schadensersatz zahlen. Dies brachte ihn auf eine rechtlich vermutlich einwandfreie, aber trotzdem hinterhältige Idee. Das Konto des Anwalts, der die Vereinigung der Musikindustrie (IFPI) im Pirate-Bay-Prozess vertreten hat, kann nur 1000 Zahlungen kostenlos entgegen nehmen, danach wird pro Empfang eine Gebühr von 2 Kronen fällig.

Svartholm fordert nun die Internet-Nutzer auf, dem Anwalt jeweils 1 Krone zu überweisen. Nach den ersten 1000 Zahlungen würde so jede Überweisung tatsächlich 1 Krone vom Kontostand der Anwaltsfirma abziehen. Würden so die 30 Millionen Kronen bezahlt, würde die Musikindustrie um 29.999.000 Kronen ärmer statt reicher. Man könnte aber auch seine Zahlung als Irrtum wieder zurückfordern, während dem Anwalt die Gebühren erhalten bleiben, so Svartholm.

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