League of Legends - Hacker entgeht langer Gefängnisstrafe

Ein Australier, der unter anderem mit dem Verkauf gehackter Accounts von Spielern des MOBA-Titels League of Legends Geld verdient hat, wurde zu 2,5 Jahren Haft verurteilt - muss die Strafe jedoch nicht antreten.

von Tobias Ritter,
01.07.2016 11:36 Uhr

League of Legends - Champion-Spotlight zu Taliyah, die Felsenweberin 6:45 League of Legends - Champion-Spotlight zu Taliyah, die Felsenweberin

League of Legends ist seit einigen Jahren ein popkulturelles Massenphänomen und eines der meistgespielten Online-Spiele der Welt. Kein Wunder also, dass der erfolgreiche Titel immer wieder auch Hacker und andere ungebetene Nutzer anzieht.

Einer von ihnen: Shane Stephen Duffy. Ursprünglich ging man davon aus, dass der Australier in die öffentlichkeitswirksamen Hacker-Angriffe auf League of Legends im Jahr 2011 involviert war. Damals hatten Hacker die Accountdaten von mehr als fünf Millionen Spielern erbeutet. Vor Gericht konnte man ihm das nicht nachweisen - dafür aber diverse andere Verfehlungen:

  • den Verkauf illegal übernommener Accounts (mit 194 verkauften Accounts generierte er etwa 21.500 Euro Umsatz)
  • den erfolgreichen Hacker-Angriff auf den Twitter-Account von Marc Merril, dem Präsidenten von Riot Games
  • das Senden diverser Droh-E-Mails an Riot Games

Vom Gericht wurde der 23-Jährige deshalb zu einer Gefängnisstrafe von 2,5 Jahren verurteilt - die er jedoch nicht antreten musste. Aufgrund der Autismus-Erkrankung seines Mandanten erreichte Duffys Anwalt eine sofortige Strafaussetzung.

Duffy sei aufgrund seiner Krankheit nicht in der Lage gewesen, die Konsequenzen seines Handelns abzusehen. Durch den von seinen Eltern verfügten Heimunterricht habe er dazu nicht die notwendigen sozialen Kompetenzen besitzen können, so der Anwalt.

Die Strafe wurde nun letztlich zur Bewährung ausgesetzt.

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