Microsoft Kinect - Hack macht PC-Nutzer zum Jedi

Die Nutzung des Bewegungs-Controllers Kinect am PC nimmt immer mehr Fahrt auf.

von Georg Wieselsberger,
23.11.2010 09:58 Uhr

Obwohl Microsoft nicht begeistert davon ist, dass Kinect nicht nur auf der Xbox 360 eingesetzt wird, zeigen immer mehr Programmierer, was mit diesem Controller tatsächlich alles möglich ist.

Fast gewinnt man den Eindruck, Kinect würde mit dem Einsatz an einer Spiele-Konsole regelrecht unterfordert oder Microsoft selbst hätte die Möglichkeiten des eigenen Produktes unterschätzt. Allerdings verkauft Microsoft für »zweckentfremdete« Controller auch keine Xbox 360-Spiele.

Auf YouTube zeigt ein Video, wie Windows 7 über Kinect gesteuert werden kann und das sogar von mehreren Personen gleichzeitig. Die Entwickler wollen die noch nicht fertige Software dafür auch »irgendwann« veröffentlichen. Während dieses Beispiel eher praktische Zwecke verfolgt, zeigt ein anderes Video die fantastischen Möglichkeiten für kreative Menschen. Kinect erkennt die Hand einer Person und zusammen mit einem Projektor und entsprechender Software wird aus der Hand eine virtuelle Handpuppe an der Wand.

Update 21.11.2010

Anscheinend sind nicht nur PC-Nutzer davon begeistert, was einige Entwickler in so kurzer Zeit mit Kinect auf dem PC erreichen konnten. Auch Microsoft scheint seine Einstellung nun zu ändern. Hatte das Unternehmen anfangs noch mit rechtlichen Schritten und integrierten Schutzmaßnahmen gesprochen, die man verteidigen werde, gibt es auf einmal ganz andere Töne zu hören.

Adafruit, das Unternehmen, das einen Preis für den ersten Kinect-Open-Source-Treiber ausbezahlt hatte, berichtet nun über einen Podcast von Science Friday. Dort erklären Shannon Loftis, eine Studio Managerin der Microsoft Game Studios, und Alex Kipman, ein Microsoft-Director aus dem Xbox-Bereich, dass das Interface des Controllers absichtlich »ungeschützt entworfen« wurde und das man sich durch die neuen Möglichkeiten, die die Community findet, inspiriert fühle.

Das hört sich doch schon ganz anders an als die »enge Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden«, von der Microsoft vor einigen Tagen gesprochen hatte.

Update 23.11.2010

Der neueste Hack für Kinect auf dem PC dürfte vermutlich das Interesse an dem Bewegungs-Controller sprunghaft steigen lassen, zeigt er doch, was beispielsweise in den beliebten Star Wars-Spielen mit Kinect möglich wäre.

Zusammen mit den Open-Source-Treibern und OpenCV, einer weiteren Open-Source-Software für Echtzeit-Effekte, macht Kinect aus einem Holzstecken ein Lichtschwert. Auch der Sound stammt von freier Software. Auf dem veröffentlichten Video ist neben dem PC-Bildschirm auch ein Spiegel dargestellt, so dass auch die Original-Bewegungen zu sehen sind.

Während die einen in ihren Kommentaren hoffen, dass LucasArts genau hinsieht, ist anderen die Verzögerung bei der Umsetzung der Spieler-Bewegung zu hoch.

Windows 7 Windows 7 und Kinect

Virtuelle Handpuppe Die virtuelle Handpuppe

Lichtschwert Kinect & Lichtschwert


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