Nvidia - Fermi weiter mit Problemen? (Update)

Der Auftragshersteller TSMC, der sowohl die Grafikchips von AMD und Nvidia produziert, hatte bekanntlich monatelang sehr große Probleme mit seinem 40nm-Herstellungsprozess.

von Georg Wieselsberger,
14.01.2010 10:34 Uhr

Die Tatsache, dass die DirectX-11-Karten von AMD nun immer besser erhältlich sind, scheint die Meldungen zu bestätigen, dass sich die Ausbeute nun gebessert hat. Wie Fudzilla meldet, sollen bereits 60 bis 80 Prozent der für AMD produzierten Chips funktionsfähig sein. Dabei hat AMD den Vorteil, dass die eigenen GPUs deutlich kleiner sind und pro Wafer mehr Chips hergestellt werden können.

Doch die Quellen von Fudzilla behaupten, dass die Ausbeute des Fermi-Chips von Nvidia nur bei 20 Prozent läge und sich nur langsam verbessern würde, was eine Fermi-GPU 200 US-Dollar teuer machen würde. Trotzdem sei dieser dann nur ca. 20 Prozent schneller als der Grafikchip einer Radeon HD 5870. Nvidia müsse eventuell die Geforce-Karte sogar mit Verlust verkaufen, so Fudzilla.

Eine ihrer Quellen gehe davon aus, dass Nvidia deswegen nur sehr wenige Geforce-Karten, dafür aber umso mehr Tesla- und Quadro-Karten produzieren lassen werde, um trotzdem Gewinne zu machen. Erst eine neue Version des Chips würde das ändern. Um das alles in den nächsten Wochen zu erkennen, bräuchte man keine 3D-Brille, so Fudzilla, die bis vor wenigen Wochen stets nur optimistisch über die neuen Nvidia-Produkte berichtet hatten.

Update 14.01.2009

DigiTimes scheint die Meldung über die verbesserte Ausbeute zumindest teilweise zu bestätigen. Während im Herbst 2009 noch oft von nur 40 Prozent die Rede war, besteht nun das Problem, diesen Wert über 70 Prozent zu bringen.

Die deutliche Steigerung ist zwar erfreulich, aber der erreichte Wert noch immer nicht zufriedenstellend, obwohl die Probleme eigentlich bis Ende 2009 gelöst sein sollten. Während AMD dank kleinerer Chips bei gleicher Anzahl von Fehlern auf einem Wafer dennoch eine brauchbare Ausbeute erzielen kann, dürfte der deutlich größere Fermi-Chip von Nvidia von den Fehlern schwerer getroffen werden.

Bei 70 Prozent Ausbeute bei TSMC dürfte aber die Angabe von 20 Prozent für Nvidia, wie von Fudzilla getroffen, wohl zu pessimistisch sein

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