Nvidia Kepler-Geforce - Nur bei speziell angepassten Spielen schneller?

Aus der Gerüchteküche stammt eine neue Information, laut der die neue Kepler-Architektur zwar tatsächlich hohe Leistung liefern kann, dafür aber speziell optimierte Software benötigt.

von Georg Wieselsberger,
02.02.2012 15:32 Uhr

Die Webseite SemiAccurate hatte vor einiger Zeit trotz der allgemein recht negativen Einstellung zu Nvidia berichtet, dass die neue Kepler-Architektur den Vergleich mit den neuen Graphics-Core-Next-Grafikkarten von AMD wie der Radeon HD 7970 ganz klar gewinnen werde.

Aufgrund neuer Informationen schränkt SemiAccurate-Chef Charlie Demerjian diese Aussage aber nun etwas ein. Die Leistung der Kepler-Grafikchips lasse zwar sogar eine übertaktete Geforce GTX 580 mit »unglaublichem Abstand« hinter sich – allerdings nur in manchen Programmen, die speziell für die neue Chip-Architektur und deren erweiterte PhysX-Fähigkeiten ausgelegt sind. Ansonsten breche die Leistung ein und zumindest der wohl zuerst erscheinende GK104-Grafikchip sei dann bis zu 20 Prozent langsamer als die neue Tahiti-GPU von AMD.

Da Nvidia aber mit vielen Spiele-Entwicklern zusammenarbeitet und laut SemiAccurate auch fertigen Programmcode liefert, der angeblich nicht verändert werden darf, könnte es daher zu der Situation kommen, dass manche Spiele auf Geforce-Karten deutlich schneller laufen als auf den Grafikarten von AMD.

Solange dies nur Optimierungen für Kepler sind, so SemiAccurate, sei dies auch in Ordnung, allerdings könnte Nvidia laut Demerjian diesen Programmcode auch nutzen, um Optimierungen für AMD zu verhindern oder sogar die Leistung von Radeons zu verringern. Ob eine Kepler-Geforce dann eine Radeon HD 7970 klar schlagen wird oder sogar Probleme mit weit langsameren AMD-Modellen haben wird, würde vom jeweiligen Spiel abhängen. Quellen nennt SemiAccurate für diese Behauptungen wie üblich nicht.


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