Nvidia »Pascal« mit 3D-Speicher und NVLink - Erste Infos zur GPU-Generation nach Maxwell (Update)

Nach dem schottischen Physiker Maxwell folgt der französische Forscher Pascal als Namensgeber einer neuen Nvidia-Grafikchip-Generation mit neuen Features.

von Georg Wieselsberger,
27.03.2014 14:50 Uhr

Nvidia Pascal wird Module ermöglichen, deren Größe hier mit einem Kugelschreiber verglichen wird.Nvidia Pascal wird Module ermöglichen, deren Größe hier mit einem Kugelschreiber verglichen wird.

Update: In älteren Roadmaps hatte Nvidia nach Maxwell einen anderen Grafikchip angekündigt, der die Bezeichnung Volta trägt. Doch anscheinend gab es bei der Entwicklung der neuen GPUs einige Veränderungen. Bei der aktuell neuesten Architektur Maxwell fehlt nun bei der neuen Roadmap die Angabe »Unified Memory«, ein Feature, dass nun wohl erst der Nachfolger Pascal mit sich bringen soll. Die ersten Maxwell-Grafikkarten wie die Geforce GTX 750 Ti besitzen dieses Feature jedenfalls nicht.

Neu bei Maxwell ist hingegen der Hinweis auf DirectX 12, wobei nicht klar ist, ob damit auch die von Nvidia angekündigten neuen Funktionen der Grafikschnittstelle gemeint sind, die neue Hardware erfordern sollen. Aber auch die Volta-GPU ist nicht komplett verschwunden, sondern soll laut Fudzilla der Nachfolger von Pascal gegen Ende 2016 oder Anfang 2017 werden.

Originalmeldung: Nvidia hat erste Informationen zu »Pascal«´veröffentlicht, der Grafikchip-Generation, die die brandneue Maxwell-Architektur im Jahr 2016 ablösen soll. Pascal ist laut den Angaben von Nvidia nicht nur ein neuer Grafikchip, sondern bringt auch weitere Features mit sich. Bei»3D Memory« werden Speicherchips gestapelt und mit breiten Speicherschnittstellen ausgestattet, was die Datenübertragung effizienter und schneller machen soll. Die Bandbreite soll um ein Vielfaches steigen, die Speicherkapazität verdoppelt und die Energieeffizienz um den Faktor 4 steigen. Das wird auch dadurch möglich, dass die Speicherchips und die Spannungsregler näher am eigentlichen Grafikchip liegen. »Unified Memory« ist ein Feature, das eigentlich schon für Maxwell angekündigt worden war und sorgt für einen gemeinsamen und daher schnelleren Zugriff von Grafikchip und Prozessor auf den Speicher.

Mit NVLink will Nvidia außerdem die Datenübertragung zwischen Grafikchip und CPU beschleunigen und so bis zu 80 GByte pro Sekunde erreichen. Aktuell sind hier nur knapp unter 16 GByte/s über PCI-Express-3.0 möglich. Zusammen mit Unified Memoryverspricht Nvidia Entwicklern sogar, dass so das Streamen von Daten aus dem Speicher der Prozessors mit der GPU teilweise schneller sein wird als mit dem Prozessor selbst. Laut Nvidia wird Pascal auch als spezielles Modul mit NVLink erhältlich sein, die im Vergleich zu heutigen Grafikkarten für PCI-Expresss nur noch ein Drittel so groß sind und damit leistungsfähige Grafikchips in wesentlich kompakteren Formaten erlauben.

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