Nvidia Geforce GTX 970 - CEO Jen-Hsun Huang meldet sich zur VRAM-Problematik

Nachdem Nvidia lange Zeit zur der umstrittenen Speicheraufteilung der Geforce GTX 970 geschwiegen hat, gibt es nun eine Stellungnahme von CEO Jen-Hsun Huang persönlich.

von Georg Wieselsberger,
25.02.2015 08:30 Uhr

Nvidias CEO meldet sich nun persönlich zur Geforce GTX 970 zu Wort.Nvidias CEO meldet sich nun persönlich zur Geforce GTX 970 zu Wort.

Wie wir schon am 21. Februar 2015 berichtet hatten, wurde in den USA eine erste Sammelklage gegen Nvidia und den Grafikkarten-Hersteller Gigabyte wegen der falsch kommunizierten technischen Daten der Geforce GTX 970 eingereicht, nachdem ein Gigabyte-Kunde seine gekauften Geforce GTX 970 nicht zurückgeben konnte. Bislang hatte Nvidia nicht mehr auf das Thema reagiert, doch nun scheint die Klage eine Reaktion des Firmenchefs persönlich ausgelöst zu haben. Jen-Hsun Huang wendet sich mit einem offenen Brief an die Kunden.

Darin schreibt er, er könne die Enttäuschung mancher verstehen und wollte daher Stellung beziehen. Laut Huang wurden die Maxwell-Grafikchips so entworfen, dass sie nicht auf 3 GByte Videospeicher beschränkt sind, sondern ein GByte mehr unterstützen. »Die Geforce GTX 970 ist eine 4-GByte-Karte. Allerdings sind die oberen 512 MByte des zusätzlichen einen GBytes segmentiert und haben eine reduzierte Bandbreite. Das ist ein gutes Design, weil wir ein weiteres GByte für die Geforce GTX 970 hinzufügen konnten und unsere Software-Entwickler weniger oft benötigte Daten in dem 512-MByte-Segment halten können«.

Allerdings habe man das weder intern an das Marketing-Team, noch extern an die Tester weitergegeben. Die Erklärungen von Jonah Alben,des Leiters der Hardware-Entwicklung, seien dann zwar von mehreren Redakteuren bei den Medien verstanden worden. »Doch statt davon begeistert zu sein, dass wie eine Möglichkeit gefunden haben, den Speicher der Geforce GTX 970 von 3 auf 4 GByte zu erhöhen, waren einige enttäuscht, dass wir die Segmentierung des letzten GByte nicht besser beschrieben haben. Das ist verständlich, aber ich will ganz klar sagen: Unsere einzige Absicht war, die beste GPU zu erschaffen«.

Die 4 GByte seien wichtig, da Spiele immer mehr Speicher benötigen und seien auch so nützlich für die Leistung der Grafikkarte. »Dieses neue Feature von Maxwell hätte von Anfang an klar dargelegt werden müssen. Wir lassen so etwas nicht mehr passieren. Wir werden nächstes Mal einen besseren Job machen«. Damit sieht es so aus, als wolle Nvidia aus einem Problem, das inzwischen sogar den Weg vor ein Gericht gefunden hat, ein nur nicht korrekt kommuniziertes, aber sehr nützliches Feature machen. Diejenigen, die von Nvidia enttäuscht sind, wird das wohl auch weiterhin nicht überzeugen.

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