OnLive - Cloudgaming-Dienst unterstützt Xperia Play

Aktuelle PC- oder Konsolenspiele wie Assassin's Creed: Revelations auf dem Smartphone spielen? Mit dem Xperia Play und OnLive ist es jetzt tatsächlich möglich - zumindest in den USA und in Großbritannien.

von Dennis Ziesecke,
24.12.2011 12:30 Uhr

Smartphones sind für Spiele nicht geeignet, Touchscreen + Coregamer passen nicht zusammen - diese und ähnliche Meinungen sind oft zu hören. Und tatsächlich lassen sich viele Spiele selbst mit einer guten Multitouch-Steuerung nicht wirklich gut steuern.

Mit dem Xperia Play existiert allerdings schon seit einiger Zeit ein Android-Smartphone mit einem herausfahrbaren Gamepad. Unpraktisch: Nur wenige Spiele-Apps unterstützen das Gamepad des Xperia Play. Die jüngste Ankündigung des Cloudgaming-Dienstes Onlive könnte die Beliebtheit des Smartphone/Handheld-Hyriden allerdings schlagartig steigern.

Schon seit Anfang Dezember ist im Android-Markt die OnLive-App verfügbar. Mit dieser lassen sich mittels Streaming auch grafisch aufwändige PC-Spiele auf dem Smartphone spielen. Bei entsprechend schneller Internetverbindung von mindestens 3 Megabit pro Sekunde funktioniert das Streaming sogar in erstaunlich hoher Qualität und ruckelfrei. Bislang unterstüzen allerdings nur sehr wenige Spiele im Angebot des Cloudgaming-Dienstes die Steuerung per Touchscreen. Praktischer ist da schon die Steuerung per Gamepad. Und eben diese wurde nun für das Xperia Play nachgerüstet. Damit ist das Xperia Play das erste Smartphone, auf dem fast alle OnLive-Spiele funktionieren. Der spielerische Vorteil durch die Steuerung mit einem echten Controller anstelle eines Touchscreens ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen.

Bislang standen für Android-Nutzer nur 24 auf die Touchscreen-Steuerung angepasste Spiele zur Verfügung. Nutzer des Xperia Play können hingegen auf mehr als 200 Spiele im Angebot des Streaming-Dienstes zurückgreifen - darunter auch aktuelle Titel wie Assassin's Creed: Revelations.

Einige Nachteile bietet OnLive allerdings weiterhin. Mangels Rechenzentren auf dem europäischem Festland sind die Latenzen beim Spielen mittels Streaming noch immer recht hoch, was für eine schwammige und ungenaue Steuerung sorgt. Erst im kommenden Jahr soll sich das durch weitere Serverfarmen in Europa ändern. Weiterhin steht aber das Distributionsmodell von OnLive in der Kritik. Die Betreiber des Dienstes halten sich in ihren Vertragsbedingungen das Recht vor, selbst zum Vollpreis erworbene Spiele nach drei Jahren abzuschalten.


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