Overwatch - Nach rassistischen Ausfällen: Karriere-Ende für Profi-Spieler

30 Sekunden voller rassistischer Beleidigungen, und das war's mit der Profi-Laufbahn: Ein Overwatch-Spieler wurde wegen ausfallender Kommentare von seinem Team gefeuert.

von Maurice Weber,
25.04.2017 17:07 Uhr

Widowmaker brachte einen Overwatch-Spieler so in Rage, dass er mit einem Wutanfall seine Profi-Laufbahn zerstörte.Widowmaker brachte einen Overwatch-Spieler so in Rage, dass er mit einem Wutanfall seine Profi-Laufbahn zerstörte.

30 Sekunden können reichen, um eine ganze E-Sport-Karriere zu zerstören - wenn man diese 30 Sekunden lang nichts anderes macht, als seinen Mitspielern rassistische Beleidigungen um die Ohren zu hauen. Diesen Fehler machte Overwatch-Profi Matt »Dellor« Vaughn live auf Twitch.

Er sah sich einer Widowmaker gegenüber, die ihm in seinen Augen offensichtlich nur durch Cheating überlegen war. Und das hielt er nicht lange durch: Nach einem Treffer zu viel rastete er komplett aus und ließ eine halbminütige rassistische Tirade vom Stapel.

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Der Clip landete spornstreichs auf Youtube und sein Team, Toronto Esports, zog die Konsequenzen. Präsident Ryan Pallett ließ verlauten:

"Toronto Esports ist eine Organisation, die auf Offenheit und Toleranz fußt, und wir hatten immer klare Regeln gegen jede Form der Diskriminierung. Nachdem wir von diesem Vorfall erfahren haben, haben wir den Spieler sofort dazu befragt, er hat den Verstoß gestanden und wurde benachrichtigt, dass sein Vertrag mit der Organisation beendet ist."

»Ich hab Mist gebaut«

Auf Twitter versuchte Vaughn gar nicht erst, die Sache schönzureden. Er gab zu, Mist gebaut zu haben und erklärte, sein Rausschmiss sei verdient. Seine E-Sport-Karriere ist damit für ihn beendet:

Als Gründe für seinen Ausbruch gab er an, dass sich beide Teams im Spiel über ihn lustig gemacht hätten und er einfach die schlimmste Beleidigung raushauen wollte, die ihm gerade einfiel. Ein Rassist sei er allerdings nicht.

Laut Vaughn war es nicht das erste Mal, dass er im Zorn die Kontrolle verlor. Er wolle die Situation als Schuss vor den Bug begreifen und einen Arzt aufsuchen, um festzustellen, ob er medizinische oder psychologische Hilfe braucht.

Anmerkung der Redaktion

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