Patentstreit Apple vs. Samsung - Apple will »verrückte« 40 US-Dollar pro Samsung-Gerät

Aus Unterlagen zu einem Prozess, der Ende März beginnt, geht hervor, dass Apple von Samsung wegen fünf Patenten pro Gerät 40 US-Dollar fordert.

von Georg Wieselsberger,
13.03.2014 14:44 Uhr

Apple will für ein einzelnes Patent 8 US-Dollar pro Gerät und daher von Samsung 40 US-Dollar pro Smartphone.Apple will für ein einzelnes Patent 8 US-Dollar pro Gerät und daher von Samsung 40 US-Dollar pro Smartphone.

Foss Patents ist eine Webseite, die sich oft mit der Auseinandersetzung zwischen Apple und Samsung beschäftigt. Der Betreiber Florian Mueller tendiert dabei sehr oft zu den Ansichten von Apple, was ihm auch schon den Vorwurf eingebracht hatte, nicht neutral zu sein. Doch in seinem neuesten Beitrag schreibt Müller, dass er nach der Analyse neuer Unterlagen Apple nicht nur widersprechen muss, sondern sich eher fragt, ob man dort verrückt geworden sei. Samsung verwendet laut der Klage fünf Patente von Apple in seinen Produkten und soll dafür laut Ansicht des iPhone-Herstellers für jedes einzelne betroffene Geräte 40 US-Dollar Gebühr bezahlen.

Mueller rechnet anhand eines Beispiels vor, dass damit ein Patent laut Apple 8 US-Dollar pro Gerät wert ist. In einem modernen Smartphone kommen aber laut einer Schätzung bis zu 250.000 Patente zum Einsatz. Selbst wenn dies bei Samsung nur die Hälfte dieser Zahl wäre, würde ein Smartphone dann alleine wegen der Patentgebühren 1.000.000 US-Dollar kosten. Selbst wenn ein Apple-Patent 100 Mal wertvoller sei als ein Patent anderer und nur 25.000 Patente insgesamt zum Einsatz kämen, würden die Lizenzgebühren pro Gerät noch immer bei 2.000 US-Dollar liegen.

Die höchste Gebühr, die laut seinen Informationen jemals bezahlt wurde, seien rund 10 US-Dollar pro Gerät gewesen, allerdings nicht für fünf Patente, sondern für das gesamte Portfolio von Nokia, die Zigtausende Patente halten. Zu behaupten, dass die Forderung von Apple die Realität verzerren, sei noch untertrieben. Außerdem behaupte Apple in den Unterlagen, die Forderung basiere auf realen Lizenzabkommen, wolle aber der Jury keinen Einblick in diese Abkommen gewähren. Laut den Anwälten von Samsung liege das nur daran, dass die Jury Apple niemals derart hohe Gebühren zusprechen würde, wenn ihr bekannt wäre, wie hoch diese üblicherweise sind.

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