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Phenom II X3 mit vier Rechenkernen - Die günstigste Quad-Core-CPU überhaupt

Ein Phenom II X4 geht bereits ab 110 Euro über den Ladentisch. Noch günstiger sind Phenom II X3, Phenom II X2 und Athlon II, bei denen sich mit etwas Glück weitere Rechenkerne freischalten lassen. Wir zeigen, wie es geht.

von Andrea Maurer,
30.12.2010 12:00 Uhr

Dass Sie bei Dreikern- sowie Zweikernprozessoren (Phenom II X2, teilweise auch Athlon II X2) von AMD oft einen weiteren Kern freischalten können, liegt daran, dass bei der Produktion eines Vierkernprozessors manchmal ein oder seltener auch zwei Kerne minimal beschädigt werden. Diese erfüllen dann nicht mehr die Qualitätsrichtlinien von AMD und werden deshalb deaktiviert. Solche CPUs verkauft AMD dann als günstige Zwei- oder Dreikernprozessoren.

Die Existenz von Zwei- und Dreikernern hat aber auch marktwirtschaftliche Gründe: Prozessoren mit weniger Kernen, kosten oft weniger und sind daher für viele Kunden attraktiver. Übersteigt die Nachfrage nach Zwei- und Dreikernprozessoren die Anzahl Defekter, dann deaktiviert AMD auch schon mal einen beziehungsweise zwei eigentlich voll funktionsfähige Kerne. Für Zwei- oder Dreikern-Prozessoren extra eine Fertigungslinie aufzubauen, würde sich finanziell nicht lohnen. Lediglich die älteren Athlon-64-X2- und manche Athlon-II-Prozessoren basieren noch auf einem Zweikern-Die. Wir verwendeten bei dieser Anleitung einen Phenom II X2 560 (2 x 3,3 GHz) für rund 85 Euro bei dem wir einen zusätzlichen Kern freischalteten, in der Praxis funktioniert das Aktivieren eines weiteren Kerns bei einem Dreikerner jedoch genauso.

Anfang dieses Jahres kündete AMD eine T-Reihe des Phenom II X4 an, Vierkern-Prozessoren, die auf einem Sechskerner basieren, bei denen allerdings nur vier Kerne aktiviert sind. Die zwei weiteren Kerne lassen sich also mit etwas Glück ebenfalls freischalten. Mainboardhersteller wie Asus haben sich bereits im Vorfeld für alle Eventualitäten gerüstet: So ist unser M4A87TD EVO beispielsweise in der Lage einen fünften und sechsten Kern freizuschalten – rein theoretisch zumindest. Doof nur, dass es der Phenom II X4 T noch nicht auf den Markt geschafft hat.Anfang dieses Jahres kündete AMD eine T-Reihe des Phenom II X4 an, Vierkern-Prozessoren, die auf einem Sechskerner basieren, bei denen allerdings nur vier Kerne aktiviert sind. Die zwei weiteren Kerne lassen sich also mit etwas Glück ebenfalls freischalten. Mainboardhersteller wie Asus haben sich bereits im Vorfeld für alle Eventualitäten gerüstet: So ist unser M4A87TD EVO beispielsweise in der Lage einen fünften und sechsten Kern freizuschalten – rein theoretisch zumindest. Doof nur, dass es der Phenom II X4 T noch nicht auf den Markt geschafft hat.

Kerne freischalten

Das Freischalten zusätzlicher Kerne gelingt bei Mainboards mit Sockel AM2+ und AM3 über die Funktion »ACC« (»Automatic Clock Calibration«) im BIOS. Diese Funktion bieten zahlreiche Mainboards aller gängigen Hersteller wie Asus, MSI, Gigabyte, ASRock, DFI, Foxconn und Biostar mit folgenden Chipsätzen: nForce 980a SLI, 770, 780G, 770G, 785G, 790GX und 790FX sowie 870, 880G, 890GX und 890FX (bei letzteren funktioniert die Freischaltung gegebenenfalls über eine eigene Funktion, siehe Abschnitt unten). Achten Sie beim Mainboard-Kauf also auf den »richtigen« Chipsatz. Falls Sie bereits ein Mainboard mit Sockel AM2+ oder AM3 besitzen, dann können Sie den Chipsatz mit den kostenfreien Programmen SIW oder CPU-Z identifizieren. Klicken Sie in SIW in der Auflistung links unter »Hardware« auf »Motherboard«, wo rechts unter »North Bridge« die Chipsatzbezeichnung offenbart wird.

Mit dem Programm SIW lesen Sie unter anderem Ihren Mainboard-Chipsatz aus.Mit dem Programm SIW lesen Sie unter anderem Ihren Mainboard-Chipsatz aus.

Zum Freischalten eines weiteren Kerns drücken Sie direkt nach Anschalten Ihres PCs die »Entf- oder »F2«-Taste, um ins BIOS zu gelangen. Wenn das nicht funktioniert, finden Sie mithilfe des Mainboard-Handbuchs heraus, wie Sie ins BIOS kommen. Navigieren Sie im BIOS zum Reiter »Advanced«, gehen Sie dort ins Untermenü »CPU Configuration« oder bei einigen Mainboards auch ins Menü »Chipset Settings« und stellen Sie die Option »Advanced Clock Calibration« auf »Auto«. Alternativ kann sich die ACC-Option auch im Untermenü »CPU Tuning« im Reiter »T-Series« oder unter »MB Intelligent Tweaker (M.I.T.)« verstecken und bei Hauptplatinen mit Nvidias nForce-Chipsatz auch »NCC« statt »ACC« heißen (»Nvidia Clock Calibration«). Bei MSI befindet sich die ACC-Option meist im Reiter »Cell Menu«.

Kerne über Mainboard-Sonderfunktion freischalten

Zahlreiche AM3-Mainboards mit aktuellen AMD-Chipsätzen wie dem 870, 880G, 890GX oder 890FX bieten im BIOS eine spezielle Funktion, die einen weiteren Prozessorkern freizuschalten kann. Diese Funktion heißt zum Beispiel wie bei Asus »Core Unlocker«, »Turbo Unlocker« oder ähnlich. Befinden Sie sich im Besitz eines solchen Motherboards, stellen Sie den Eintrag »Core Unlocker« beziehungsweise »Turbo Unlocker« im BIOS auf »Enabled«, der sich meist im Reiter »Advanced« unter »CPU Configuration« verbirgt (manchmal müssen Sie zunächst ein BIOS-Update durchführen, um auf diese Funktion zugreifen zu können).

AM3-Mainboards mit den neuen Chipsätzen aus der 800er-Reihe bringen teilweise eine eigene Unlocking-Funktion zum Freischalten weiterer Kerne mit.AM3-Mainboards mit den neuen Chipsätzen aus der 800er-Reihe bringen teilweise eine eigene Unlocking-Funktion zum Freischalten weiterer Kerne mit.

Anschließend stellen Sie die Option »CPU Core Activation« auf »Manual«. Daraufhin sollten dann drei weitere Einträge mit den Namen »2nd Core«, »3rd Core« und »4th Core« auftauchen, die den Status des zweiten, dritten und vierten Kerns beschreiben. »On« bedeutet dabei, dass ein Kern aktiviert ist, während ein Kern mit dem Status »Off« deaktiviert ist. Stellen Sie bei einem Phenom II X3 oder Athlon II X3 den vierten Prozessorkern auf »On« und bei einem Phenom II X2 oder Athlon II X2 den dritten Prozessorkern. Verlassen Sie anschließend das »Advanced«-Menü mit der »Esc«-Taste, drücken Sie »F10« und anschließend die Enter-Taste, um die neuen BIOS-Einstellungen zu speichern und das BIOS zu beenden.


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