Playerunknown's Battlegrounds - Streamer wird gebannt, weil sein Spiel verbuggt war

Wegen eines Bugs spielt der Streamer Destiny eine komplette Runde Playerunknown's Battlegrounds ohne Häuser. Für das Ausnutzen des Glitchs wird er aus PUBG gebannt, die Community nimmt ihn aber in Schutz.

von Michael Herold,
11.08.2017 11:32 Uhr

Playerunknown's Battlegrounds leidet noch immer unter vielen Bugs, sollten Spieler dafür bestraft werden?Playerunknown's Battlegrounds leidet noch immer unter vielen Bugs, sollten Spieler dafür bestraft werden?

Der berühmte Twitch-Streamer Destiny wurde aus Playerunknown's Battlegrounds verbannt und Schuld daran ist ein Bug des Spiels. Durch einen Glitch fehlten in Destinys Spiel eine Runde lang alle Häuser auf der Map, während sie für alle anderen Spieler absolut vorhanden waren. Dadurch konnte er mit einem Fahrzeug ein halbes Dutzend Gegner besiegen, die sich in Gebäuden in Sicherheit wähnten.

Destiny, der vor allem durch seine Streams zu League of Legends bekannt ist und auf Twitch knapp 200.000 Follower hat, wusste schon während der Runde, dass er für das Ausnutzen des Bugs bestraft werden würde. So hat er seine Gegner nicht nur laut lachend, sondern auch mit den Worten »Ich werde gebannt, Alter« umgefahren. Und wie zu erwarten war, ließ die Strafe nicht lange auf sich warten und er wurde aus dem PUBG verbannt.

Klarer Verstoß gegen die Regeln

Die Regeln von Playerunknown's Battlegrounds sind sehr deutlich, was das Ausnutzen von Bugs und Glitches angeht. So heißt es dort:

"Nutzen Sie keine Bugs oder Glitches aus! Wenn Sie einen Bug oder einen Glitch im Spiel bemerken, der zu einem unfairen Vorteil führt, dann lassen Sie es uns wissen, anstatt ihn zum eigenen Vorteil auszunutzen."

Wer sich nicht an die Regeln hält, wird gebannt. Gerade berühmte Streamer kommen dank ihrem breiten Publikum selten unbemerkt davon und werden natürlich sofort bestraft. So wurde beispielsweise erst vor Kurzem der Twitcher DrDisRespect aus dem Spiel verbannt, weil er während eines Live-Streams absichtlich einen Teamkollegen getötet hat.

Community streitet sich um Destinys Schicksal

Anders als im Fall von DrDisRespect gibt es allerdings Zweifel daran, ob der Bann von Destiny gerechtfertigt ist. Denn Schuld am Fehlen der Häuser war ja nicht der Streamer, sondern das Spiel selbst, das sich noch immer in der Early Access Phase befindet und deshalb unter häufigen Bugs leidet.

Auf Reddit verteidigen deshalb viele User Destiny und fragen, was er denn hätte tun sollen. Die Runde verlassen oder die offensichtlichen Kills nicht mitnehmen? Die Early Access Phase sei ähnlich wie eine Beta schließlich dafür da, Bugs ausfindig zu machen, damit sie beseitigt werden können.

Noch mehr Streit um PUBG: Skandal um »Stream Sniping«-Bann

Doch an den eindeutigen Regeln von PUBG ändert das alles nichts. Deshalb weisen andere Reddit-User auch zu Recht darauf hin, dass Destiny einfach hätte fair sein, den Glitch ignorieren und anschließend melden können.

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