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Razer Onza Tournament Edition - Gamepad mit Profi-Anspruch

Verstellbare Analog-Sticks, extrem präzise Tasten, ellenlanges Kabel und zwei programmierbare Tasten - das Profi-Gamepad Onza Tournament Edition von Razer im Test.

von Hendrik Weins,
29.04.2011 08:26 Uhr

Bereits seit Anfang 2010 geistert das Razer Onza durchs Internet, im August 2010 wurde es dann auf der Gamescom der Öffentlichkeit vorgestellt. Sogar bestellen konnte man das Gamepad bereits, nur geliefert hat Razer bis heute nicht. Nachdem Ende letzten Jahres die Major League Gaming (MLG) als größter eSport-Verband in den USA das Onza aufgrund seiner programmierbaren Tasten bei ihren Wettkämpfen verbot, schien das erste PC- und Konsolen-Gamepad von Razer bereits Geschichte zu sein, bevor es überhaupt in den Verkauf kam.

Jetzt ist das Razer Onza endlich zu haben, bislang aber nur in der Top-Ausstattung »Tournament Edition« für 50 Euro. Die zehn Euro günstigere Version ohne Beinamen soll etwas später erscheinen und kommt ohne die verstellbaren Analog-Sticks, die Hintergrundbeleuchtung der Feuertasten und die gummierte Oberfläche aus. Wir haben uns das Onza Tournament Edition zum Test bestellt und testen das Gamepad im Spiele-Alltag am PC als auch der Xbox 360.

Das Razer Onza Tournament Edition ähnelt dem Microsoft Xbox 360 Controller auffallend stark.Das Razer Onza Tournament Edition ähnelt dem Microsoft Xbox 360 Controller auffallend stark.

Präzision und Technik

Optisch ähnelt das Razer Onza dem Microsoft Xbox 360 Controller. Sowohl Form als auch die Anordnung der Bedienelemente sind nahezu identisch. Die Unterschiede liegen im Detail: So wandern die beiden Knöpfe »Start« und »Back« nun von der Position neben dem Xbox-Button unter die beiden Analog-Sticks. Durch die veränderte Lage rutschen Sie in hektischen Situationen nicht mehr so schnell vom X-Knopf auf die »Start«-Taste. Die Highlights des Onza sind die verstellbaren Analog-Sticks, die überarbeiteten A-, B-, X-, Y-Tasten sowie die beiden Zusatzschalter oberhalb der Schultertasten

Analog-Sticks & Digi-Steuerkreuz

Wer sich schon immer über die recht leichtgängigen Analogsticks des Xbox 360 Gamepad geärgert hat, kann mit der Onza nun beweisen, dass schlechte Leistungen nur am Gamepad und nicht am Spieler liegen. Beide Analogsticks lassen sich stufenlos von extrem leichtgängig bis nahezu knüppelhart einstellen. Dazu müssen Sie das Rädchen unterhalb der Daumenauflage in die linke (leichter) oder rechte (schwerer) Richtung drehen. So können Sie zum Beispiel in Shootern wie Call of Duty: Black Ops die Regler sehr empfindlich einstellen, um schnell die Richtungen beim Rennen zu wechseln oder in Rennspielen die Empfindlichkeit reduzieren, um das Auto stabiler in der Spur zu halten. Um in Mehrspielergefechten die Reaktionszeiten zu verkürzen, haben wir im Test die Empfindlichkeit im Spiel deutlich nach oben geregelt, weil wir uns in Modern Warfare 2 zum Beispiel so schneller um die eigene Achse drehen können und trotzdem die schwergängigere Stick-Einstellung verwenden zu können. In der Spielepraxis funktioniert das wunderbar und wir haben uns schnell an diesen Komfort gewöhnt.

Analog-Sticks Die Empfindlichkeit der Analog-Sticks lässt sich mit einem Drehregler stufenlos verstellen.

Mikroschalter Die Feuerknöpfe sind beleuchtet und haben nur einen minimalen Hub.

Digitales Steuerkreuz Gut für Spielemenüs oder Waffenwechseln, aber grausig für Prügelspiele - das Digi-Pad des Onza.

Einer der größten Schwachpunkte beim Xbox 360 Controller ist seit jeher das schwammige und unpräzise digitale Steuerkreuz. Razer will sich dieses Problem angenommen und das Digipad überarbeitet haben. So besteht es nun aus vier einzelnen Knöpfen, statt aus einem runden Teller. Da besonders Kampf- und Prügelspiele wie Streetfighter oder Soul Calibur von einem präzisen Digi-Pad profitieren, haben wir unsere Beat-em-Up-Spezialisten mit dem Onza in den Ring geschickt. Fazit: Zwar anders, aber keineswegs besser als das Original. Zwar treffen wir die Tasten für Oben, Unten, Links und Rechts etwas besser, Kombinationen aus zwei Richtungen fallen aufgrund der stark abgegrenzten Tasten aber deutlich schwerer. Prügelspiel-Profis fahren mit speziellen Controllern wie Arcade Sticks für Konsolen oder PC nach wie vor besser.


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