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Rise of Flight im Test - Spannende Flugzeug-Duelle im 1. Weltkrieg

Die Profi-Flugsimulation Rise of Flight begeistert im Test mit intensiven Luftschlachten und anspruchsvollem Realismus zur Zeit des Ersten Weltkriegs. Doch ohne Story und abwechslungsreiche Inhalte kommt der Langzeitspaß ins Trudeln.

von Christian Fritz Schneider,
28.10.2009 19:00 Uhr

Der Erste Weltkrieg war der erste Krieg in der Geschichte der Menschheit, der nicht nur zu Land und Wasser, sondern auch in der Luft ausgefochten wurde. Die anspruchsvolle Flugsimulation Rise of Flight gibt Ihnen nun die Gelegenheiten, die Luftschlachten über Frankreich im Cockpit eines Doppeldeckers nachzuspielen. Auf eine zusammenhängende Story müssen Sie dabei zwar verzichten, doch dafür gelingt es dem russische Entwickler Neoqb, die dramatischen Flugzeugduelle der Jahre 1917 und 1918 realitätsnah umzusetzen.

» Wertungskasten zu Rise of Flight ansehen

Flugzeuge und Missionen

Die Verkaufsversion von Rise of Flight bietet vier spielbare Doppeldecker: die Albatros D.V, die Fokker D.VII, die Nieuport 28 und die SPAD XIII. Weitere Flugzeuge stehen zum kostenpflichtigen Download bereit. Mit jeder Maschine können Sie im Karrieremodus eine Reihe von teils historischen Einsätzen bestreiten, die von Aufklärungsflügen über Ballonjagden und Bodenangriffen bis zur Patrouille reichen, inklusive Luftschlachten mit zahlreichen Freund- und Feind-KIs. Unkonventionelle Missionen, wie das Einsammeln eines im Feindesland abgestürzten Piloten, sind jedoch die Ausnahme.

Rise of Flight - Screenshots ansehen

Neben den Kampagnen warten Freiflugoptionen und Einzelmissionen auf Sie, mehr Abwechslung wird aber auch hier nicht geboten. Auf eine Story oder sonstige verbindende Elemente verzichtet Rise of Flight komplett, die Missionen werden einfach aneinander geklatscht. Immerhin können Sie vor dem Start entscheiden, ob Sie den ganzen Weg ins Einsatzgebiet selbst fliegen oder sofort vor Ort einsteigen – damit sparen Sie sich die langweilige Anreise.

Realismus

Rise of Flight patzt zwar beim spielerischen Drumherum, doch im Kern macht die Simulation alles richtig. Wenn Sie erstmal im Cockpit Ihrer Maschine Platz genommen haben, erwartet Sie ein grandioses Mittendrin-Gefühl.

Die Kämpfe werden in nächster Nähe ausgefochten. (gespielt mit aktiviertem Unschärfe-Effekt)Die Kämpfe werden in nächster Nähe ausgefochten. (gespielt mit aktiviertem Unschärfe-Effekt)

Ganz ohne technische Hilfsmittel, zielsuchende Raketen oder gar einen Fallschirm erleben Sie die intensivsten Luftkämpfe der Fluggeschichte. Und Rise of Flight lässt Sie dabei jede Windböe spüren. Die Reaktionen der Flugzeuge bleiben stets nachvollziehbar. Ein hervorragender Joystick ist allerdings Pflicht; Profis benutzen außerdem TrackIR, das System, mit dem Sie sich durch Ihre Kopfbewegungen im Spiel umschauen können. Trotz der simplen Technik des ersten Weltkriegs braucht es viel Übung, bis Sie die Maschinen unter Kontrolle haben oder gar einen Abschuss zählen dürfen. Dabei beharken sich die Flieger teilweise in Abständen von nur wenigen Metern. Nicht selten kommt es in den »Dogfight« genannten Zweikämpfen gegen die fordernde KI zu Beinahe-Zusammenstößren, denn die Nähe zum Feind ist in den Duellen unabdingbar. Ihre Maschinengewehre treffen sonst nur ins Leere.


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