Ryzen war der »Worst Case« - AMD verspricht noch bessere Prozessoren

Die aktuell sehr erfolgreichen Ryzen-Prozessoren sind laut AMD noch lange nicht das Optimum der eigene CPU-Entwicklung. Es soll noch besser werden.

von Georg Wieselsberger,
06.09.2017 07:32 Uhr

AMDs Ryzen war für AMD der Worst-Case der CPU-Entwicklung und sei trotzdem ganz gut geworden.AMDs Ryzen war für AMD der Worst-Case der CPU-Entwicklung und sei trotzdem "ganz gut" geworden.

AMDs Marketing-Manager für Desktop-CPUs Don Woligroski war auf der PAX-West-Messe anwesend und gab dort ein recht ausführliches Interview über Ryzen, Optimierungen für Spiele und die künftige Entwicklung. Interessant ist seine Aussage, dass die neue Zen-Architektur und die Ryzen-Prozessoren für das Unternehmen den schlimmsten denkbaren Fall darstellten.

Neue CPU mit neuem Produktionsprozess

"Zen, Ryzen, waren das Worst-Case-Szenario. Es war eine brandneue Architektur mit einem brandneuen Herstellungsprozess. Also war das der schlimmste mögliche Fall für uns und der ist ganz gut geworden. Mehr als 4,0 GHz sind möglich."

"Wir arbeiten definitiv an Verbesserungen, unsere Entwickler sind kluge Leute und die Dinge werden im Laufe der Zeit besser. Ich kann nichts Genaues zur IPC (Instructions per Clock/Befehle pro Takt, ein Faktor für die Leistung) sagen, aber das ist ein Gebiet, auf das wir uns konzentrieren. Wir haben Spielraum, was die Taktrate betrifft, den wir ausnutzen können und wir haben Feineinstellungen, um sicherzustellen, dass die Leistung pro Takt besser ist."

Auch bei Spielen und Optimierungen für Prozessoren mit vielen Kernen ist AMD aktiv und unterstützt die Entwickler. Man habe bei Dota 2 und Rise of the Tomb Raider herausgefunden, was bei diesen Spielen nicht funktionierte und mehr Leistung erreicht. Für die Zukunft stehe ein Henne-Ei-Szenario an. Wenn man mehr Threads und Kerne verfügbar hat, werde auch dafür entwickelt.

AMD unterstützt Spiele-Entwickler

AMD habe eigene Entwickler, die man zur Unterstützung an Partner schicke, beispielsweise Bethesda. Die Umstellung auf die Nutzung neuer Hardware lasse sich nicht einfach einschalten, weil die Entwickler erst lernen müssten. Danach sei es aber unvermeidlich, dass in den nächsten Jahren immer mehr Studios die Möglichkeiten nutzen und es starke Fortschritte geben werde.

"Und dann wird es zur Norm und jeder macht es. In vielleicht fünf Jahren sind es dann 64 Threads, wer weiß. Das ist der schöne Upgrade-Pfad, der so lange Zeit ein Plateau war, weil niemand große Anstrengungen unternommen hat. Ich denke, das wird für uns alle von Vorteil sein."

Laut Woligroski habe sich AMD in 2017 gut aufgestellt und nun habe man gesehen, dass der Konkurrent langsam aufwacht und reagiert. AMD werde aber nicht einfach Platz machen, man habe noch mehr tolle Sachen zu zeigen. AMD sei kein »One-Hit-Wonder«, sondern werde den Druck für einige Zeit aufrechterhalten.

"Es wird ein großartiges 2018 werden, Es ist ein großartiges 2017 und wir werden sehen, wie sich alles entwickelt."

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