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Welches AM4-Mainboard für Ryzen? - Unterschiede der AM4-Chipsätze und Mainboard-Empfehlungen

AM4-Mainboards für AMDs Ryzen CPUs gibt es mit X370, B350 oder A320 Chipsatz. Wie unterscheiden sich die Ryzen Chipsätze im Vergleich und welches AM4-Mainboard ist das richtige für Spieler?

von Georg Wieselsberger, Christoph Liedtke,
09.11.2017 12:21 Uhr

Die Ryzen-Prozessoren von AMD benötigen ein Mainboard mit Sockel AM4 und einen von mehreren neuen Chipsätzen – nachfolgenden listen wir die Unterschiede auf und geben Kauftipps.Die Ryzen-Prozessoren von AMD benötigen ein Mainboard mit Sockel AM4 und einen von mehreren neuen Chipsätzen – nachfolgenden listen wir die Unterschiede auf und geben Kauftipps.

Nach vielen Jahren verabschiedete sich AMD mit den Ryzen-Prozessoren von den Sockeln AM1, FM2 oder dem Veteranen AM3+ und setzt auf den Sockel AM4 mit 1.331 Pins, für den es mittlerweile eine gute Auswahl an Ryzen-Mainboards gibt – aber welches AM4-Board mit welchem Chipsatz ist das richtige für einen Gaming PC auf Ryzen-Basis?

Jeder Ryzen-Prozessor besitzt 24 PCIe-3.0-Lanes, 16 davon sind für Grafikkarten vorgesehen, weitere vier sind für die Verbindung mit den aktuellen Ryzen-Chipsätzen X370, B350 und A320 gedacht. Zu den vier verbleibenden vier PCIe-3.0-Lanes gesellen sich noch vier USB 3.0-Anschlüsse, die von den Mainboard-Herstellern unterschiedlich genutzt werden können.

Trotzdem sind auch die AM4-Mainboards mit den Chipsätzen X370, B350 und A320 unterschiedlich ausgestattet und erweitern die in einer Ryzen-CPU vorhandenen Basis-Features mit diversen Funktionen.

AM4-Chipsätze im Vergleich

Der von AMD für den High-End-Bereich gedachte Chipsatz X370 liefert obendrein acht PCIe-2.0-Lanes, zwei USB 3.1 (Gen 2)-, jeweils sechs USB 3.0- und USB 2.0- sowie vier SATA-3-Anschlüsse. Beim Mittelklasse-Chipsatz B350 sind es zwei Lanes weniger, auch die USB 3.0- und SATA-3-Anschlüsse sind um jeweils zwei reduziert.

AMD bietet eine Handvoll neuer Chipsätze für den Sockel AM4 an. Für Spieler sind X370 und B350 am interessantesten, da sie Übertaktungs-Features bieten.AMD bietet eine Handvoll neuer Chipsätze für den Sockel AM4 an. Für Spieler sind X370 und B350 am interessantesten, da sie Übertaktungs-Features bieten.

Nur der X370-Chipsatz unterstützt den gleichzeitigen Betrieb zweier Grafikkarten im Crossfire oder SLI Verbund, Übertaktungs-Features findet ihr hingegen auch beim günstigeren B350-Chipsatz. Der A320 bietet als günstigster Chipsatz dagegen keine OC-Features. USB 3.1 (Gen 1/Gen 2) unterstützen aber alle drei AM4-Chipsätze, wenn auch mit unterschiedlich vielen Anschlüssen.

Die Anzahl der PCIe-Lanes, USB- und SATA-Anschlüssen variiert zum Teil stark. Bereits mit dem B350-Chipsatz dürfte es aber kaum zu Anschlussmangel kommen, auch nicht bei viel Peripherie.Die Anzahl der PCIe-Lanes, USB- und SATA-Anschlüssen variiert zum Teil stark. Bereits mit dem B350-Chipsatz dürfte es aber kaum zu Anschlussmangel kommen, auch nicht bei viel Peripherie.

Neben diesen drei Chipsätzen hat AMD noch die Versionen X300, B300 und A300 im Angebot, die für besonders kleine Rechner (Small Form Factor, SFF) gedacht sind, sich bei den Features und Einschränkungen aber an den »großen« Versionen orientieren – USB 3.1 unterstützen X/B/A300 aber nicht nativ. Mainboard-Hersteller realisieren USB 3.1 aber per Zusatz-Chip, weitere Informationen zu den noch nicht verfügbaren Chipsätzen reichen wir nach.

RAM-Kompatibilität

Ein in den ersten Wochen und Monaten heiß diskutiertes Thema war und ist die Kompatibilität verschiedener RAM-Kits mit der neuen AM4-Plattform. Die von AMD offiziell unterstützten Taktraten von DDR4-RAM hängen von der genauen Speicherkonstellation ab: Der höchste Takt liegt bei 2.667 MHz (zwei Single Rank-Module), der niedrigste bei 1.866 MHz (vier Dual Rank-Module).

Die AM4-Plattform unterstützt offiziell einen RAM-Takt von bis zu 2.667 MHz. Kits mit 3.200 MHz und mehr laufen seit dem AGESA 1.0.0.6 Update stabiler, gelten aber weiterhin als Übertaktung.Die AM4-Plattform unterstützt offiziell einen RAM-Takt von bis zu 2.667 MHz. Kits mit 3.200 MHz und mehr laufen seit dem AGESA 1.0.0.6 Update stabiler, gelten aber weiterhin als Übertaktung.

Unserer Erfahrung nach profitieren AMDs Ryzen-Prozessoren relativ stark von einem hohen Speichertakt. Gleichzeitig ist es aber gar nicht so einfach, hoch getakteten RAM auf AM4-Mainboards zu nutzen. Die Situation hat sich allerdings mit der neuesten A.G.E.S.A.-Version (»AMD Generic Encapsulated Software Architecture«) 1.0.0.6(b) deutlich verbessert.

Sodass nicht mehr nur speziell für Ryzen entworfene und entsprechend teurere Kits mit Samsung-B-Die-Chips innerhalb der Spezifikationen takten, sondern auch günstige Riegel mit Chips von Hynix und Micron gegenüber vorigen AGESA-Versionen nun mit höheren und wenigstens den angegebenen Taktraten stabil laufen.

Auch interessant: Ryzen 5 1600 im Test – Zu Recht der beliebteste Sechskerner?

Welcher AM4-Chipsatz für welchen Zweck?

Für die meisten Nutzer dürfte eine Hauptplatine mit dem B350-Chipsatz ausreichend sein. Nur wer seinen Ryzen-Prozessor stark übertakten will, zwei Geforce im SLI-Modus nutzen oder extrem viel Peripherie anschließen will, greift zu einem Modell mit X370-Chipsatz. Aber selbst der günstige A320 ist für einen günstigen Spiele-PC, der nicht übertaktet werden soll, grundlegend geeignet.

Mainboards mit B350-Chipsatz sind im mATX-Format schon für rund 60 Euro zu haben, Modelle im ATX-Format beginnen ab 80 Euro. Mainboards mit X370-Chipsatz werden ab 110 Euro verkauft, besser ausgestattete High-End-Modelle kosten mindestens 200 Euro. Die Differenz von deutlich über 100 Euro ist in den meisten Fällen besser in eine schnellere Ryzen-CPU, eine flottere Grafikkarte, mehr RAM oder eine (M.2-)SSD investiert – wir empfehlen in den meisten Fällen ein B350-Board als Basis für einen Gaming-PC mit Ryzen-Prozessor.

In der nachfolgenden Kaufberatung setzen wir den Fokus auf Mainboards mit X370- und B350-Chipsatz. Hauptplatinen mit dem A320-Chipsatz sind seltener und ausschließlich im mATX-Format erhältlich.

Für Freunde komptakter PCs im Mini-ITX-Format sieht es nach einer monatelangen Durststrecke endlich besser aus: Nachdem das Biostar X370GTN lange Zeit das einzige und meist schlecht verfügbare Modell war, haben sich in den letzten Wochen Mainboards von Asrock, Asus und Gigabyte dazugesellt. Mit einem Preis ab 90 Euro sind die kleinen Boards allerdings verhältnismäßig teuer.

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