Satire: 40 Jahre GameStar - So sieht das Magazin in 20 Jahren aus

Wir haben die redaktionseigene Glaskugel poliert und blicken in die Zukunft: Wie wird GameStar in 20 Jahren aussehen? Denn 20 Jahre sind doch ein Kindergeburtstag, wir dürfen in den USA ja noch nicht mal Alkohol trinken! Außerdem unterziehen wir unsere vergangenen Zukunftsblicke einer kritischen Prüfung. Nicht, dass da irgendwas an der Glaskugel nicht stimmt.

von Michael Graf,
13.09.2017 00:00 Uhr

40 ist das neue 20, weiß doch jeder!40 ist das neue 20, weiß doch jeder!

Millionen Leser haben uns immer wieder gefragt: Wie würde die GameStar in der Unreal Engine 4 aussehen? Blöderweise haben wir das bereits beantwortet, also gibt's zum Jubiläum stattdessen den althergebrachten Blick in die Zukunft, gelesen aus den 460 Tonnen Kaffeesatz eines durchschnittlichen Redaktionsmorgens.

Wie also würde die GameStar zum 40. Jubiläum aussehen? Natürlich vorausgesetzt, dass Steam, das bis dahin ein eigenes Bewusstsein entwickelt und die Weltherrschaft an sich gerissen haben dürfte, so gnädig ist, uns weiterhin Spielehefte zu gestatten. Und wenn nicht, dann werden wir Widerstand leisten bis zum letzten ... Moment, klopft da gerade ein metallischer Gabe Newell mit rot leuchtenden Augen an die Tür? Sicher nur der Postbote.

40 Jahre GameStar

Während der Virtual Reality auch in 20 Jahren der große Durchbruch ganz bestimmt jeden Moment bevorsteht, hat die Augmented Reality links überholt; schon bei der Geburt wird jedem Bundesbürger eine Lootbox überreicht, aus der man mit etwas Glück eine AR-Brille ziehen kann. Mit etwas Pech liegt besserer Sondermüll drin, also eine HTC Vive. Aber hey, immerhin kann man damit die Alpha 3.0 von Star Citizen spielen, wenn sie, wie Chris Roberts verspricht, »bald« erscheint.

30 Jahre GameStar

Zehn Jahre bleiben uns noch, bis diese Zukunftsvision aus der GameStar-Ausgabe 10/2012 eintreffen könnte. Aber ach, was waren sie wankelmütig, die prophetischen Dämonen, die wir am redaktionseigenen Ouija-Brett beschworen hatten. Die konnten sich ja noch nicht mal darauf einigen, ob Apple (Symbol) oder die chinesische Regierung (Schriftzeichen) die GameStar übernehmen wird. Da hätten wir ja gleich Michael Pachter fragen können.

Ebenfalls reiner Mumpitz: Die Voraussage, dass der Jugendschutz künftig an die Facebook-Mitgliedschaft gekoppelt und selbige von Geburt an zur Pflicht wird. Schon heute tummeln sich auf Facebook doch nur noch alte Säcke, kaum jemand dort ist jünger als 14. Für Youtube-Verhältnisse ist das nur eine Altersstufe vor dem Friedhof. Und was zur Hölle war »Zynga«?

20 Jahre GameStar

So stellten wir uns in GameStar-Ausgabe 10/2007 die 20. Jubiläumsausgabe vor. Oh, was waren wir dämlich! Ein Hasen-Addon für World of Warcraft auf dem Cover, so ein Quatsch. Richtig wären natürlich Katzen gewesen, und zwar als Bezahl-Pets im Store. Die chinesischen Schriftzeichen auf dem Cover bilden übrigens (vielleicht) das Wort »Speisekarte« - Humbug, wie jeder weiß, steht dort heute »Lang lebe Tencent«. Und: Keine einzige News über neue Waffen in Playerunknown's Battlegrounds? Ha, wir bitten euch!

Oder die Vollversion: Crysis, ein technisch veralteter Shooter? Schön wär's! In den letzten zehn Jahren hat sich bei der Spielegrafik ähnlich viel getan wie beim illegalen Schnapsbrennen: Gar nichts, und noch immer können Leute davon erblinden.


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