Sony Pictures Hack - Die NSA überwacht seit 2010 Nordkoreas Systeme

Es gibt anscheinend tatsächlich einen Grund, warum die USA sich so sicher sind, dass Nordkorea hinter den Angriffen auf Sony Pictures steckt.

von Georg Wieselsberger,
20.01.2015 10:38 Uhr

Die USA sind sich sicher, dass Nordkorea hinter dem Angriff auf Sony Pictures steckt. (Bildquelle: The Next Web)Die USA sind sich sicher, dass Nordkorea hinter dem Angriff auf Sony Pictures steckt. (Bildquelle: The Next Web)

Die USA hattenen Nordkorea ganz offiziell dafür verantwortlich gemacht, hinter den Hackerangriffen auf die Systeme von Sony Pictures und den Diebstahl von mehreren GByte an Daten verantwortlich zu sein. Doch viele Sicherheitsexperten zeigten sich überrascht, dass sich das FBI nach nur wenigen Tagen so sicher sein konnte, da Untersuchungen in solchen Fällen deutlich länger dauern müssten. Daher bezweifelten sie die Angaben der Bundespolizei oder vermuteten, dass das FBI Kenntnisse erhalten habe, die sonst niemandem bekannt seien. Letzteres scheint wohl der Fall zu sein, wie die New York Times meldet.

So soll es der National Security Agency (NSA) schon im Jahr 2010 gelungen sein, in die gut geschützten Systeme von Nordkorea einzudringen. So sein es möglich gewesen, viele der Rechner und Netzwerke zu überwachen, die von den Hackern in Nordkorea verwendet werden. Daraus gewonnene Informationen sollen US-Präsident Barack Obama davon überzeugt haben, dass die Regierung von Nordkorea den Angriff auf Sony Pictures direkt befohlen habe. Die öffentliche Anschuldigung durch Präsident Obama und die Ankündigung von Gegenmaßnahmen, die schon zu wirtschaftlichen Sanktionen geführt haben, sei auf diese Weise vorher noch nie vorgekommen. Obama sei ohnehin sehr vorsichtig, was das Ziehen von Schlüssen aus Geheimdienstberichten angehe, doch in diesem Fall habe er überhaupt keine Zweifel haben, so der Bericht.

Allerdings wollen offizielle Stellen keine Stellung zu diesen Informationen beziehen, damit die tatsächlichen Methoden der Geheimdienste nicht bekannt werden. Für Sicherheitsexperten würden Informationen, die direkt aus Nordkorea stammen, aber die schnelle Festlegung des FBI im Fall Sony Pictures erklären. Allerdings hätte die NSA dann auch den Angriff entdecken müssen, scheint jedoch die Vorbereitungen laut dem Bericht für relativ harmlos gehalten zu haben. Erst im Nachhinein sei klar geworden, wie vorsichtig und genau die Angriffe vorbereitet worden waren.


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