Sony - PlayStation2: Luftbrücke aus China

von Roland Austinat,
13.12.2004 07:00 Uhr

Um der knappen US-Versorgungslage mit den neuen, verkleinerten PlayStation2-Konsolen Herr zu werden, startete Sony nach Angaben des Nachrichtendiensts Reuters eine Luftbrücke in die USA, um der langsameren Seefracht ein Schnippchen zu schlagen. Mit eigens gecharterten Antonov-Transportmaschinen, die jeweils 40.000 Konsolen aus dem Produktionsland China fassen, soll der Bestand in den USA und England aufgefüllt werden. Im November löste ein Öltanker eine Schließung des Suez-Kanals aus, über 100 Schiffe mussten warten.

Der Haken: Der Transport per Flugzeug ist wesentlich teurer, die Verkaufserlöse werden dadurch geschmälert. Das Unternehmen handelt natürlich nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit, um den Spielern frohe Weihnachtstage zu ermöglichen - jede verkaufte Konsole bringt sowohl Hardware- als auch mit den aktuellen Spitzentiteln wie GTA: San Andreas und Metal Gear Solid 3 feine Lizenzgebühren für Sonys Weihnachtsbilanz.

Mit etwas Glück kommt man trotzdem zu den begehrten Konsolen: Bei einem Besuch in einem Spieleladen erfuhr unser US-Korrespondent, dass 24 Stunden später neue PS2 eintreffen sollten. Gegen komplette Vorabbezahlung reservierte ihm der Verkäufer ein System. Das begehrte Nintendo DS befand sich jedoch noch immer auf einem Schiff, dass im Hafen von Los Angeles fest lag.


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