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Spider-Man: Dimensions im Test - 4D und trotzdem flach

Vier Spinnenmänner, brüderlich vereint, um die Welt zu retten! Doch vier Superhelden in vier Parallelwelten bedeutet nicht unbedingt auch vierfachen Spielspaß.

von Fabian Siegismund,
18.12.2010 12:21 Uhr

Spider-Man ist nicht gleich Spider-Man. Spider-Man ist nicht einmal zwangsläufig Peter Parker. Der Marvel-Verlag hat im Laufe von knapp 50 Jahren Spinnenmann-Abenteuern gleich mehrere Parallelwelten erschaffen, alle mit ihren eigenen Spider-Männern.

Das Actionspiel Spider-Man Dimensions von Publisher Activision und Entwickler Beenox vereint nun vier dieser an sich unabhängigen Helden in einer Geschichte.

Spider-Man: Dimensions - Screenshots ansehen

Die Story

Bei einem Kampf mit seinem Erzfeind Mysterio zerdeppert der klassische Spider-Man (Peter Parker) eine magische Tafel und reißt damit ein Loch in das Geflecht des Universums, oder vielmehr - der Universen. Deshalb erteilt ihm die seherisch begabte Telepathin Madame Web den Auftrag, die Bruchstücke der über vier Dimensionen verteilten Zauberplatte schleunigst wieder einzusammeln.

Ständig hagelt’s Erfolge, mit denen wir uns neue Kombos kaufen können, die wir nicht brauchen.Ständig hagelt’s Erfolge, mit denen wir uns neue Kombos kaufen können, die wir nicht brauchen.

Nun muss in jeder dieser Parallelwelten der ortsansässige Spider-Man losziehen, um Peter Parkers Tolpatschigkeit auszubügeln: Der futuristische Spider-Man des Jahres 2099, der Ultimate Spider-Man mit seinem schwarzen Symbionten-Kostüm und der Netzschwinger des farbreduzierten Noir-Universums der 30er-Jahre.

Die Steuerung

Spider-Man Dimensions ist in 14 streng lineare Levels eingeteilt. In jedem Abschnitt warten Hunderte von hirn- und kraftlosen Handlangern darauf, von der jeweiligen Spider-Man-Inkarnation mit Hilfe von simplen Kombos (Dauerklicken) verprügelt zu werden. Am Ende jedes Levels wartet schließlich ein bekannter Superschurke als Bossgegner, darunter illustre Gestalten wie Kraven, Deadpool oder Sandman. Spider-Man Dimensions leidet dabei an der klassischen Konsolenportierungs-Krankheit: schlechte Steuerung.

Wenn sich Spidey durch die Levels schwingt, kann er immer wieder bestimmte Punkte mit einem gezielten Netzschuss erreichen. Bei der Konsolenversion funktioniert das mit Zielautomatik, doch auf dem PC gibt’s die nicht. Das wird spätestens dann zum Problem, wenn wir in einem Bosskampf solche Punkte anspringen sollen und ständig verfehlen. Obendrein endet jede Superschurken-Konfrontation mit einer Minispiel-Klopperei aus der Ego-Perspektive, bei der wir die Maus loslassen müssen, um mit beiden Händen auf dem Keyboard herumzuhacken. Warum die Entwickler dafür nicht einfach die Maustasten mit einbezogen haben, bleibt ein Rätsel, das wohl nur Madame Web lösen kann.

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