Spore - Will zeigte es uns

von Petra Schmitz,
11.05.2006 09:14 Uhr

Von der Mikrobe zur Zivilisation, die zu den Sternen reist, das ist das Strategiespiel Spore. Spore ist zudem noch ein Feuerwerk (speziell dazu später mehr) brillanter Ideen. In einer rund halbstündigen Präsentation von Sims-Papa Will Wright kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Will begann mit der »Creature Phase«, in der sein Geschöpf bereits festen Boden unter den Füßen hatte, also aus der Ursuppe heraus gekrochen war und genug so genannte DNA-Punkte durch kleinere Kämpfe gesammelt hatte. Die investierte Will in einen neuen Körper für sein Vieh. Den Rumpf formte er selber mit der Maus. Eine Wurst wurde es. Daran klebte er zwei Beine, zwei Arme, oben an die Wurst zwei Augen und unten an die Wurst einen Mund. Das sah reichlich surreal aus, noch wilder gar, nachdem er es mit Farben und Texturen überzogen hatte. Aber tatsächlich war es in der Lage, zu laufen, zu kämpfen, zu fressen und sich fortzupflanzen. Nach einer Weile hatte Will einen ganzen kleinen Stamm Geschöpfe unter seinen Fittichen und bewegte sich in die »Tribal Phase«, also die Stammesphase.

Sprung in die Zukunft: Wills Volk hatte die Raumfahrt erfunden, es ging ins All. Und zum ersten Mal sahen wir den Planeten, auf dem seine seltsamen Wesen vom Einzeller zur hoch technologisierten Rasse heranwuchsen, von oben. Aber nur kurz, flog er doch gleich in die Tiefen des Alls, um andere Zivilisationen aufzuspüren. Bald fand er auch einen bewohnten Mond, flog herunter und schwebte über einer Siedlung. Was nun? Feuerwerk! Feuerwerk beeindruckt immer, so Will und fackelte mit seinem Schiffchen ein Spektakel ab. Die Einheimischen dankten es ihm mit Jubel. Nachdem er aber eins der fremden Wesen mit einem Traktorstrahl auf sein Schiffchen ziehen wollte und es versehentlich fallen ließ und einen roten Matschfleck auf dem Boden hinterließ, gab es Krieg -- und Will hatte einen Feind im All von Spore. Er machte sich aus dem Staub -- und entließ uns staunend.

Die Fülle an liebenswerten Details (etwa die unglaublich chillige Musik, die witzigen Animationen, das Balzverhalten der Kreaturen, die Comic-Grafik) und das außergewöhnliche Konzept lassen Spore zu einem Highlight der E3 werden. Wir sind gespannt, ob sich all das auf den ersten Blick Wunderbare im Dauerspiel nicht abnutzt. Doch ein Mittel dagegen ist schon angedacht: Wenn Spore auf den Markt kommt, will man eine Online-Datenbank anlegen, aus der das Programm Kreaturen und Planeten anderer Spieler bezieht, die Ihr All bevölkern sollen. Kreaturen und Planeten lassen sich zudem scannen und auf Sammelkarten dokumentieren.


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