Square Enix - Mitschuld an der Insolvenz des Entwickler-Studios Grin ?

Die ehemaligen Gründer des mittlerweile geschlossenen Entwicklerstudios Grin werfen ihrem ehemaligen Publisher Square Enix vor, Mitschuld an der Insolvenz ihres Studios zu haben.

von Julian Freudenhammer,
30.05.2011 15:25 Uhr

Laut Grin ist der Publisher Square Enix mit für die Insolvenz des Studios verantwortlich.Laut Grin ist der Publisher Square Enix mit für die Insolvenz des Studios verantwortlich.

Laut der Webseite Kotaku.com werfen Ulf und Bo Andersson, Mitgründer des Entwicklerstudios Grin ihrem ehemaligen Publisher Square Enix vor, an der Insolvenz des Studios schuld zu sein. Grin, bekannt durch Ghost Recon Advanced Warfighter und den Nachfolger Ghost Recon Advanced Warfighter 2 musste im Mai 2009 im Zuge finanzieller Schwierigkeiten zahlreiche Mitarbeiter entlassen und bereits im August desselben Jahres Insolvenz anmelden. Der Entwickler arbeitete für verschiedene Publisher, unter anderem auch Square Enix für den ein neuer Final Fantasy-Teil (Codename: Fortress) entstehen sollte.

Laut den Anderssons habe Grin wie vereinbart an dem Projekt gearbeitet und Entwicklungs-»Meilensteine« fristgerecht abgeliefert. Trotz eines Vertrags über 20 Millionen Dollar habe Square Enix keine Zahlungen an den Entwickler vorgenommen. Nach den ausgebliebenen Zahlungen wurden dem angeschlagenen Unternehmen weitere Bank-Kredite verweigert, was später laut Grin zum Ende des Studios führte. Mit dem immer schlechter werden Verhältnis habe sich der Publisher immer seltsamer verhalten so Ulf und Bo Andersson. Man sei dazu aufgefordert worden den vollständigen Programmcode und Musik-Daten als Fax an Square zu schicken.

»Es ist so dämlich wie es klingt. Man kann keinen ASCII- oder Binär-Code per Fax verschicken, das ist einfach rückständig, beinahe kriminell« so die Entwickler. Zudem sei Square mit dem nordischen Stil des Spiels nicht zufrieden gewesen, obwohl Codename: Fortress als Neuanfang der Serie definiert worden sei. Laut den Anderssons habe Grin daraufhin eine Konzeptzeichnung aus Final Fantasy 12, einer Eigenentwicklung von Square Enix, an den Publisher geschickt und diese als Artwork von Codename: Fortress ausgegeben. Square war auch damit nicht zufrieden, da es überhaupt nicht wie ein Final Fantasy-Spiel aussehen würde. Der Publisher hatte sein eigenes Spiel nicht erkannt. »Danach war uns klar, was auch immer wir tun…sie haben sich entschieden« so Bo Andersson.

Der Publisher Square Enix hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.


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