Studie - Monitore schaden Protein im Auge

Laut einer Studie des Augenheilkunders Yuichi Uchino von der Keio University in Japan haben Mediennutzer, die täglich mehr als sieben Stunden vor Monitoren sitzen, ähnliche Tränen-Werte wie an der Benetzungsstörung erkrankte Patienten.

von Stefan Köhler,
22.06.2014 13:22 Uhr

Nicht nur Harvey braucht neue Augen - wer zu lange vor Monitoren sitzt, schädigt seine Augen langfristig und riskiert schmerzhafte Entzündungen und eine Einschränkung der Sehkraft.Nicht nur Harvey braucht neue Augen - wer zu lange vor Monitoren sitzt, schädigt seine Augen langfristig und riskiert schmerzhafte Entzündungen und eine Einschränkung der Sehkraft.

Wer täglich mehr als sieben Stunden vor den Monitoren verbringt, hat große Probleme mit der Feuchtigkeit der Augen. Zu dem Ergebnis kam eine Studie des Japaners Yuichi Uchino, der im Bereich der Augenheilkunde an der Keio University forscht.

Der Studie nach haben Mediennutzer, die täglich viel Zeit vor Monitoren verbringen, sehr geringe Werte des Proteins MUC5AC, das sich im menschlichen Tränenfilm findet.

Zum Vergleich: 9.6 ng/mg des Proteins befinden sich im Tränenfilm von Personen, die unter fünf Stunden pro Tag vor Monitoren sitzen. Dagegen haben die Testpersonen mit mehr als sieben Stunden Mediennutzung nur 5.9 ng/mg von MUC5AC in den Augen.

Uchino vergleicht die Werte mit an der Benetzungsstörung erkrankten Personen, die durchschnittlich nur 3.5 ng/mg des Proteins besitzen. Das auch als Syndrom des trockenen Auges bekannte Erkrankungsbild führt zu einer zu geringen Befeuchtung der Augen, die unter anderem zu einer Entzündung der Augen auslösen kann.

Als Grund gibt die Studie das Verhalten von Menschen an, die vor Bildschirmen die Augen weiter öffnen und dabei weniger blinzeln als Personen, die andere Beschäftigungen ausüben.

Wer nicht auf die vielen Stunden vor PC, TV und Co. verzichten kann, zum Beispiel arbeitsbedingt, der soll sich zumindest von der trockenen Luft von Klimaanlagen fern halten und einen Luftbefeuchter aufstellen.

Das Problem der Benetzungsstörung ist schon länger bekannt, bei erkrankten Viel-Spielern spricht man bereits von einem Gamer-Eye. Allerdings ist der Zusammenhang mit dem Protein MUC5AC im Rahmen der Studie neu erforscht worden.


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