Superpower 2 - Erste Infos zum Politik-Simulator

von Fabian Siegismund,
11.07.2004 15:18 Uhr

Sie lachen über die Komplexität eines Master of Orion 3? Sie haben Ihr kombiniertes Politik- und BWL-Studium in vier Semestern absolviert und suchen jetzt nach echten Herausforderungen? Dann können Sie sich schon jetzt auf Superpower 2 freuen. Wie im wenig erfolgreichen Vorgänger übernehmen Sie in dieser geopolitischen Simulation die Kontrolle über eines von 196 Ländern der Erde. Sie lenken die Geschicke Ihrer Nation über drei Bereiche: Politik, Wirtschaft und Militär. Legen Sie die Amtssprache und Religion Ihres Landes fest, subventionieren Sie den Kohle-Bergbau oder entwickeln Sie Atomwaffen, ganz wie Sie wollen. Dabei verfolgen Sie stets ein konkretes Ziel. So kann es zum Beispiel Ihr Auftrag sein, ein politisches Bündnis mit einem speziellen anderen Land einzugehen, selbiges militärisch zu erobern -- oder gleich die ganze Welt zu unterjochen.

Basierend auf den Datenbänken der CIA und des amerikanischen Militärs enthält Superpower 2 eine fast erdrückende Fülle von Daten zu jedem der im Spiel enthaltenen Länder. Von der Geburtenrate der Einwohner über das Bruttosozialprodukt der Bevölkerung bis hin zur Sterbestatistik. Um diese Informationsmassen zu verarbeiten, stellt Ihnen das Spiel auf Wunsch KI-Assistenten zur Seite. So definieren Sie bequem die gewünschten Ziele für unterschiedliche Bereiche, und Ihre Helfer setzen die Vorgaben um. Hardcore-Strategen können selbstverständlich auf derartige Schergen verzichten und den Staat eigenhändig zu Ruhm und Ehre führen.

Als reine Politik-Simulation legt Superpower 2 keinen Wert auf anspruchsvolle Grafik: Die Spielwelt wird als schmuckloser 3D-Globus dargestellt, der jedoch ohnehin schnell unter den unzähligen Menüs verschwindet. Im Mehrspielermodus kämpfen voraussichtlich 32 Spieler um die Weltherrschaft, längerfristiges Ziel könnte aber ein Multiplayermodus mit 196 Spielern sein. Dies steht aber bislang noch in den Sternen. Immerhin würde eine solche Partie sicherlich länger dauern als ein EU-Gipfel zur Vereinheitlichung der Altersfreigaben von Computerspielen. Ein Release-Termin steht noch nicht fest.


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