Take 2 - 100 Tagesplan soll Publisher sanieren

In der gestrigen (9. Juli) Telefonkonferenz des Take 2-Managements äußerte der Publisher nicht nur Kritik am »Adults Only«-Rating, sondern stellte zugleich einen 100 Tagesplan zur Sanierung des Unternehmens vor.

von Volker Stuckmann,
10.07.2007 11:30 Uhr

In der gestrigen (9. Juli) Telefonkonferenz des Take 2-Managements äußerte der Publisher nicht nur Kritik am US-amerikanischen System der Alterseinstufung, sondern stellte zugleich einen 100 Tagesplan zur Sanierung des Unternehmens vor.

Demnach soll vor allem die Anzahl der veröffentlichten Spiele in Zukunft stark reduziert werden. Die verbliebenen Projekte sollen dafür einer ausführlichen Überprüfung unterzogen werden: So soll ein Komitee vor, während und nach der Entwicklung eines Titels das Budget, die Einhaltung des Zeitplans, mögliche Verkaufsszenarien, erwartete Kapitalrendite sowie Marketingstrategien überwachen und das Management über die Entwicklung auf dem Laufenden halten.

Auf die Frage eines Analysten, ob der kürzliche Aufsichtsratswechsel beim Publisher Auswirkungen auf die Unternehmenskultur gehabt habe, antwortete Take 2-Boss Strauss Zelnick, dass die zugrundeliegende Kreativität nicht verloren sei. »Es ist ein kleines bisschen wie Mutterschaft und Apfelkuchen. Ich glaube, dass es jeder mag... Wir glauben, dass man kreativ-ambitioniert, unternehmerisch-aggressiv und hart zur Tat schreiten und dennoch mit größtmöglicher Integrität arbeiten kann«, so Zelnick.

Laut Take 2-Geschäftsführer Ben Feder ist der 100 Tagesplan fertig konzipiert und wird bereits umgesetzt. Ob er wie erhofft Kosten einsparen und das Unternehmen auf Erfolgskurs bringen wird, bleibt abzuwarten.


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