Teure signierte Rarität versteigert - Apple I bringt über eine halbe Million Euro

Im Jahr 1976 stand der Name Apple nicht für teure Luxusartikel und kontroverse Forendiskussionen sondern für erschwingliche Hardware aus der kleinen Firma zweier Nerds. Einer dieser Apple-Pionier-Rechner wurde nun für über eine halbe Million Euro versteigert.

von Dennis Ziesecke,
26.05.2013 15:01 Uhr

Apple I PlatineApple I Platine

Unter Umständen lohnt sich das Stöbern auf dem Dachboden der Verwandtschaft: In Köln wurde jüngst einer der wenigen noch funktionierenden Apple-I-Rechner aus dem Jahre 1976 versteigert. Das höchste Gebot stammte aus Fernost und belief sich auf mehr als eine halbe Million Euro.

Der Verkäufer des beim Kölner Auktionshaus Breker versteigerten Rechners wollte anonym bleiben, dürfte sich aber dennoch über den Geldsegen gefreut haben. Mit 516.461 Euro liegt der Erlös für den gut erhaltenen Apple I sogar noch etwas höher als der für einen vergleichbaren Apple I, der im vergangenen Herbst beim gleichen Auktionshaus für 490.000 Euro versteigert wurde.

Im Jahr 1976 produzierten Steve Jobs und Steve Wozniak den Apple I als Einplatinencomputer, der beim Käufer oder Zwischenhändler allerdings noch mit Netzteil, Tastatur, Bildschirm und Gehäuse versehen werden musste. Der Rechner war aus heutiger Sicht sehr spartanisch ausgestattet und verfügte nicht einmal über ein fest auf die Platine integriertes BASIC - dieses musste erst von Kassette geladen werden. Der Prozessor, ein MOS 6502 mit knapp 1 Megahertz Taktfrequenz, sollte später noch als Herz des Floppy-Laufwerkes des C64 (und als Prozessor des VC20) weitere Berühmtheit erlangen.

Beim in Köln versteigerten Apple I handelte es sich um die Platine mit Autogramm von Steve Wozniak. Ursprünglicher Preis: 666,66 US-Dollar. Mit dabei waren eine Tastatur, ein Netzteil, Bildschirm und Tape-Laufwerk sowie die von Steve Jobs signierte Dokumentation für den Rechner.


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