The Agency - Online-Spione wie wir!

von Frank Maier, Heiko Klinge, Michael Graf,
12.07.2007 10:45 Uhr

Der Auftrag führt die Agenten nach Prag, in den Rotlichtbezirk. Im sündigen »Club Succubus« sollen der Spion und seine Begleiterin einen gestohlenen Koffer wiederbeschaffen. Aber welche Ausrüstung nehmen sie mit? Welche Verbündeten helfen ihnen? Wie gelangen sie in den Club? Und vor allem: Um welches Spiel geht's hier ? Die letzte Frage ist leicht zu beantworten: Um The Agency, das erste Online-Rollenspiel, in dem Sie einen Geheimagenten spielen.

Mit Ihrem Spitzel absolvieren Sie Missionen in Osteuropa, Nordamerika und Fernost. Die Aufträge sind meist mehrteilig und führen um die ganze Welt. Zum Beispiel quetschen Sie einen polnischen Informanten aus, zerschlagen dann einen Drogenring in Panama und erledigen schließlich in Tokio einen Mafiaboss. Nicht alleine: Alle Einsätze können sie auch mit einer Agententruppe angehen. In einem Briefing erklärt Ihr Brötchengeber, was Sie und Ihre Begleiter am nächsten Schauplatz erwartet. Danach wählen Sie Ihre Ausrüstung, von der auch Ihre Fähigkeiten abhängen. Wer mit kugelsicherer Weste und Maschinenpistole loszieht, kämpft effektiv, erregt aber viel Aufsehen -- und lockt mehr Gegnern an. Also dürfen Sie die Umgebung auch im unauffälligen Smoking erkunden -- sind dabei jedoch auf schallgedämpfte Waffen und Nahkampf-Manöver angewiesen. Oder Sie schleichen à la Sam Fisher mit Nachtsichtgerät und Rauchbomben herum. Denn jede Mission soll mehrere Lösungswege bieten. Wenn Sie eine Zielperson in einez Oper ausschalten sollen, können sie sich hineinballern, durch den Hintereingang eindringen oder ganz normal Karten für die Vorstellung kaufen. Nach getaner Arbeit müssen Sie aber auch wieder entkommen.

Durch erledigte Einsätze sammeln Sie Erfahrung und steigen im Rang auf. So schalten Sie neue Fähigkeiten und kniffligere Aufträge frei. Zudem lernen Sie im Spielverlauf nützliche Helfer kennen, darunter Informanten oder Waffenforscher wie Q aus den James Bond-Filmen. Die versorgen Sie sogar mit Autos. Das sind natürlich keine normalen Karren, sondern schnittige Agentenflitzer mit Raketenwerfern und Minenlegern. Die dürfen Sie auch fahren: Wenn Sie von einem Schauplatz zum nächsten wechseln, versetzt Sie The Agency auf eine lineare Straßenkarte, auf der sie von einem Ende zum anderen rasen und dabei Autos sowie Straßensperren sprengen.

Doch zurück nach Prag. Um den Koffer zu beschaffen, gehen die Agenten in die Offensive: In den Gassen der Altstadt ballern sie mit Sturmgewehren auf Gangster, die um Ecken stürmen oder von Balkonen springen. Als seine Kameradin von einem Scharfschützen getroffen wird, belebt sie der Spion mit einem Defibrilator wieder. Und knöpft sich den Gangster dann mit seinem eigenen Präzisionsgewehr vor. Ein kreisendes Logo über einem Kinderkarussel markiert schließlich einen der so genannten »Agency Moments«. Das sind mächtige Spezialmanöber, die nur an bestimmten Stellen funktionieren. Hier hüpfen beide Spione auf das Karussel, und wirbeln herum, während sie aus allen Rohren feuern. So erledigen sie alle Gegner im Umkreis. Na ja, fast Gegner: Als der Bleihagel nachlässt, bricht plötzlich ein Muskelpaket mit Armklingen durch eine nahe Holztür. Ein Bossgegner! Ist dies das Ende? Ja, zumindest das Ende unserer E3-Vorführung von The Agency.

Fazit: Das Agenten-Szenario ist angenehm unverbraucht, das (grafisch eher dröge) The Agency könnte sich spielen wie eine Online-Variante der Hitman-Serie. Wir sind gespannt, ob die Entwickler ihre Versprechen auch umsetzen.

Genre:

Online-Rollenspiel

Publisher:

Sony Online

Entwickler:

Sony Online

Release:

2008


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