The Stanley Parable - Patch soll beleidigende und rassistische Bilder entfernen

Eine in The Stanley Parable untergebrachte Bilderstrecke, die einen brennenden farbigen Jungen zeigt, hat dafür gesorgt, dass sich Spielentwickler David Wreden mit Rassismus-Vorwürfen konfrontiert sah. Mittlerweile hat er reagiert und angekündigt, die fraglichen Bilder zu entfernen.

von Tobias Ritter,
24.10.2013 13:18 Uhr

Stein des Anstoßes: Eine mit diesem Bild beginnende Bilderstrecke in The Stanley Parable sorgt für Verärgerung bei einigen Spielern.Stein des Anstoßes: Eine mit diesem Bild beginnende Bilderstrecke in The Stanley Parable sorgt für Verärgerung bei einigen Spielern.

Ein Journalist und eine Lehrerin sind zur Zeit nicht ganz so gut auf David Wreden zu sprechen. Der Grund: Der Indie-Entwickler hat in seinem kürzlich veröffentlichten Titel The Stanley Parable eine Bilder-Sequenz untergebracht, die einen weißen Geschäftsmann dabei zeigt, wie er einem kleinen farbigen Jungen eine Zigarette anzündet - und ihn dann mit einem Benzinkanister gleich komplett entflammt.

Nachdem sich Wreden mit den Beschwerden des Journalisten Oliver Campbell und einer ungenannten Schul-Lehrerin bezüglich der angeblich rassistischen und beleidigenden Bilderfolge konfrontiert sah, kündigte er nun an, die fraglichen Bilder in einem kommenden Patch aus dem Spiel entfernen zu wollen. Es sei immer sein Vorhaben gewesen, ein Spiel zu entwickeln, das jeder spielen könne, so Wreden gegenüber kotaku.com:

»Wenn sich jemand unbehaglich dabei fühlt, wenn er das Spiel seinen Kindern zeigt, dann habe ich kein Problem damit, die Ursache zu beheben.«

Wann das Update veröffentlicht werden soll, ist aber noch unklar. Campbell zeigte sich gegenüber polygon.com dennoch bereits zufrieden: Wreden habe zwar zunächst nicht nachvollziehen können, wo genau das Problem sei, habe sich dann jedoch offen und empfänglich für Vorschläge und absolut nicht feindselig gezeigt.

Eingeblendet werden die Bilder im Spielverlauf übrigens, während ein Sprecher mit Verweis auf die fiktive Figur des Steven und dessen Wahl zwischen zwei Optionen die folgenden Sätze vorliest:

»Er könnte Jahre damit verbringen, das Leben der Bürger von verarmten Dritte-Welt-Ländern zu verbessern. Oder er könnte jedes Waisenkind im Umkreis von 30 Kilometern um sein Haus in Brand stecken.«

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