Uwe Boll - Kickstarter-Kampagne für zweiten Postal-Film abgebrochen (Update)

Der nicht unumstrittene deutsche Regisseur Uwe Boll möchte einen zweiten Postal-Film drehen und benötigt dazu ein Startkapital in Höhe von 500.000 US-Dollar. Finanziert werden soll das Projekt via Crowd-Funding-Kampagne auf kickstarter.com. Mittlerweile hat Boll die Kampagne abgebrochen.

von Tobias Ritter,
02.10.2013 17:44 Uhr

Uwe Boll möchte sich an einem zweiten Postal-Film versuchen. Dazu benötigt er 500.000 US-Dollar, die via Kickstarter eingespielt werden sollen.Uwe Boll möchte sich an einem zweiten Postal-Film versuchen. Dazu benötigt er 500.000 US-Dollar, die via Kickstarter eingespielt werden sollen.

Update 2. Oktober 2013: Uwe Boll hat die Kickstarter-Aktion für den zweiten Postal-Film mittlerweile abgebrochen. Grund dafür war wohl die wenig positive Entwicklung der Kampagne, die es nach der Hälfte der Zeit gerade mal auf etwas mehr als 29.000 von den veranschlagten 500.000 Dollar gebracht hat.

Boll zegt sich jedoch trotzig: Seiner Ansicht nach habe das Projekt mehr Beachtung erhalten als viele andere Kickstarter-Aktionen. Eventuell war schlicht und einfach der angeschlagene Ruf von Uwe Boll als Regisseur der Ausschlag für den geringen Geldfluss bei Kickstarter.

Originalmeldung: Uwe Boll gehört wohl zu den mit am kontroversten diskutierten Regisseuren bei vielen Spielern - schließlich hat er schon die eine oder andere Verfilmung einer bekannten Spiele-Marke etwas trashig in den Sand gesetzt, darunter Alone in the Dark und Far Cry. Nun möchte es der 1965 in Wermelskirchen geborene Filmemacher offensichtlich ein weiteres Mal versuchen - und sucht sich für die Finanzierung dieses Vorhabens ausgerechnet die bei Gamern so populäre Crowd-Funding-Plattform kickstarter.com aus.

Dort sammelt er aktuell nämlich Gelder für die Umsetzung eines zweiten Postal-Films. Boll bezeichnet das Projekt als »kontroverse Comedy« - außer ihm besäße niemand die »Eier«, Themen wie den aktuellen Spionage-Skandal um Edward Snowden, die NSA und Julien Assange anzupacken. Und genau diese Dinge sollen die Hauptthemen des Films werden. Zudem wolle er zeigen, warum die Navy Seals zu blöd gewesen seien, bei der Ausschaltung von Osama bin Laden einen Helikopter auf freiem Feld zu landen und warum Obama eigentlich genauso sei wie Bush.

Für die Hauptrolle ist dieses Mal Jackie Tohn vorgesehen. Die US-Schauspielerin war bisher in den eher unbekannten Filmen Dawg und Return to Sleepaway Camp zu sehen und schaffte es als Sängerin bei American Idol immerhin ins Halbfinale. Drehbuchautor, Regisseur und Produzent ist Boll selbst in Personalunion - da kann ja nicht mehr viel schief gehen, oder?

Für die Finanzierung des Films benötigt Boll schlappe 500.000 US-Dollar - beisammen hat er bisher rund 4.000 (Stand: 29. August 2013, 13:00 Uhr). Die Kampagne läuft allerdings auch noch 59 weitere Tage.

Veröffentlicht werden soll der Film - bei erfolgreicher Finanzierung - im August 2014. Für einen Beitrag von 25 US-Dollar gibt es die digitale Version des Films. Auf DVD gibt es das neueste Boll-Werk erst ab einem Beitrag von 75 US-Dollar. Weitere Informationen zum Projekt und zu den Investitions-Möglichkeiten gibt es auf kickstarter.com.

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