Warframe - Baro-Exploit führt zu 250 Bans nach Tennocon

Besucher der Tennocon konnten sich bei einem Händler in Warframe seltene Items kaufen. Einige Spieler nutzten jedoch einen Exploit. Der Entwickler reagierte mit einer Banwelle.

von Mathias Dietrich,
15.07.2017 18:11 Uhr

Der Void Trader Baro Ki'Teer hatte zur Tennocon sein gesamtes Inventar dabei. Manche Spieler besuchten ihn mit einem Exploit.Der Void Trader Baro Ki'Teer hatte zur Tennocon sein gesamtes Inventar dabei. Manche Spieler besuchten ihn mit einem Exploit.

Zum Anlass der Tennocon tauchte der Händler Baro Ki'Teer in Warframe auf und hatte alle Items dabei, die er seit seiner Existenz jemals im Angebot hatte. Allerdings durfte man ihn nur besuchen, wenn man ein Ticket für die Tennocon 2017 gekauft hatte. Einige Spieler fanden aber einen Exploit, der ihnen auch ohne Ticket Zugang zu Baros Inventar verschaffte.

Digital Extremes bannte deshalb eine Vielzahl von Spielern. Diese Bannwelle folgte nur wenige Wochen nach den Bans wegen Datamining, die die Community bereits in Aufruhr versetzte.

Baro Ki'Teer zur Tennocon - Alle seltenen Items auf einmal

Baro Ki'Teer ist vergleichbar mit Xur aus Destiny. Er erscheint alle zwei Wochen und hat dann eine zufällige Auswahl an seltenen Items im Angebot. Die meisten dieser Gegenstände kann man nur von Baro bekommen und nicht anders.

Zur Tennocon war sein Angebot etwas umfangreicher. Es gab keine zufällige Auswahl. Baro hatte einfach alles dabei, was er seit seinem ersten Besuch in Warframe jemals angeboten hatte. Für viele ein Grund zumindest 20 Euro für das digitale Tennocon Ticket auszugeben, um sich fehlende Mods und Waffen zu kaufen.

Exploiter kaufen ohne Ticket

Nach kurzer Zeit erschienen Threads auf Reddit: Spieler beschwerten sich, sie seien ohne Grund gebannt wurden. Ihren Aussagen zufolge, hat ein Freund sie in das besondere Tennocon-Relay eingeladen, in dem Baro zu dieser Zeit war.

Die Behauptungen waren jedoch wiedersprüchlich: Manche Spieler berichteten, sie wurden gebannt, weil sie eingeladen wurden. Andere behaupteten, sie wurden gebannt, nachdem sie erfolglos versuchten, etwas von Baro zu kaufen. Eine weitere Gruppe wiederum sagte, es wurden nur jene gebannt, die erfolgreich etwas ohne Ticket kauften.

Frustrierte Spieler beschuldigen Entwickler Digital Extremes, ihnen eine Falle gestellt zu haben: Man hätte doch einfach die Transaktionen rückgängig machen können, ohne jemanden zu bannen.

Baro Ki'Teer verkauft seltene Mods und Waffen.Baro Ki'Teer verkauft seltene Mods und Waffen.

Bei einem eigenen Test stellten wir schnell fest, dass man Freunde nicht ohne weiteres in das spezielle Tennocon-Relay einladen konnte, wenn sie kein Tennocon-Ticket besaßen. Und auch in den Kommentaren auf Reddit wurde schnell bekannt, dass man nur durch einen sehr spezifischen Exploit ohne Fahrschein zu Baro kam.

Knapp 250 Spieler gebannt, Stellungnahme von Digital Extremes

Die Bans sind echt. Dazu bekennt sich auch Digital Extremes: Insgesamt bannte man fast 250 Spieler. Die Gründe sind aber anders als die Gebannten behaupten. In einem Forenpost erklärt Rebecca Ford, Community Manager von Warframe, die Banwelle:

"Die meisten der gebannten Spieler nutzten ein Tool von Drittentwicklern, um Items in ihr eigenes Inventar zu injizieren. Damit umgingen sie das Tennocon-Ticket. Diese Spieler bleiben gebannt."

Gleichzeitig gibt es aber auch jene, die einen Fehler im Matchmakingsystem des Spiels ausnutzten, um Zugang zu Baro zu erhalten. Bei diesen Fällen will Digital Extremes den Ban wieder aufheben.

Allerdings behält sich der Entwickler vor, diese Accounts anderweitig zu beschränken. Dabei spricht Rebecca Ford beispielsweise von einer Beschränkung für den Ingame-Handel zwischen Spielern.

Die nächste Erweiterung: Warframe wird zum Open-World-Spiel

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