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Wheelman im Test - Liebloser GTA-Klon mit Vin Diesel

Es gibt eine Grenze zwischen »unkomplizierte Action« und »dummer Quatsch«. Wheelman schlingert im Test zügellos auf ihr herum.

von Fabian Siegismund,
09.04.2009 15:40 Uhr

Nur weil einer Lahm heißt, muss er noch lange kein schlechter Fußballer sein. Und nur weil einer Diesel heißt, muss er noch lang kein Gefühl für Autospiele haben.

Im Actionspiel Wheelman von Vin Diesels eigenem Entwickler-Team Tigon Studios mimt der glatzköpfige Hollywood-Star selbst den Helden: Einen muskelbepackten Fluchtwagenfahrer (»Wheelman«), der als Undercover-Agent die Gangsterszene von Barcelona infiltrieren soll. Die Story klingt also ganz nach Diesel, im Tank hat Wheelman allerdings Zucker.

Lahmes Gerase

Wheelman - Nur bei den Präzisionsschüssen dürfen Sie selbst zielen. Wheelman - Nur bei den Präzisionsschüssen dürfen Sie selbst zielen.

Vin Diesels (Chronicles of Riddick, Fast & Furious) Alter Ego heißt Milo Burik. Wenn Ihnen dabei der Name Niko Bellic in den Sinn kommt, ist das vermutlich durchaus gewollt, denn Wheelman wäre wohl gerne wie GTA 4. Burik verdingt sich genau wie Bellic für verschiedene Auftraggeber in einer frei befahrbaren Spielwelt. Drei Gangsterbanden gibt’s in Barcelona, und der Wheelman arbeitet für jede der verfeindeten Parteien, ohne dass die das mitbekommen. Mal klaut er spezielle Autos, mal überführt er präparierte Karren von A nach B, mal liefert er sich Verfolgungsjagden mit der Konkurrenz. Dabei raubt er wie Bellic nach Belieben Fahrzeuge, die im Straßenverkehr herumeiern.

The Wheelman - Screenshots ansehen

Im Mittelpunkt von Wheelman steht also das Rasen, doch gerade die Auto-Physik haben die Tigon Studios gehörig an die Wand gesetzt. Die 24 Fahrzeugklassen des Spiels (von denen sogar zwei lizenziert wurden) fahren sich allesamt recht ähnlich und fühlen sich an, als würde sie eine unsichtbare, göttliche Hand wie Spielzeugwägelchen durch die Stadt schieben. Das wird durch die albernen Ramm-Manöver noch verstärkt, die Burik ausführen kann: Mit Mausbewegungen lassen Sie Ihr Auto in voller Fahrt gummiballartig zur Seite schnellen, völlig losgelöst von den Regeln der Physik. Aber mit denen hat Wheelman ohnehin nichts am Hut, denn nachvollziehbare Schadensmodelle oder glaubwürdige Unfälle gibt’s hier nicht.

Igel und Hase

Sie dürfen immer nur auf das Ziel schießen, dass Ihnen das Spiel mit einem weißen Kreis vorgibt.Sie dürfen immer nur auf das Ziel schießen, dass Ihnen das Spiel mit einem weißen Kreis vorgibt.

Weil die Maus beim Fahren für die Ramm-Manöver zuständig ist, können Sie sich im Auto nicht umsehen. Sollte sich Ihr Gegner bei einer Verfolgungsjagd überraschend hinter Sie fallen lassen und abbiegen, bekommen Sie das also nur mit, wenn Sie die Mini-Karte im Auge behalten. Aber halb so wild: In den meisten Missionen warten Ihre Opfer geduldig an der nächsten Straßenkreuzung auf Sie, nur um wieder Gas zu geben, sobald Sie sie fast eingeholt haben. Dramatik kommt so nicht auf.

Das umgekehrte Prinzip gilt, wenn Sie die Polizei am Hacken haben. Die Jungs kleben Ihnen beharrlich an der hinteren Stoßstange, egal wie schnell Sie fahren, und brechen die Verfolgungsjagd erst dann ab, wenn der KI gerade danach ist. Im Gegensatz zur GTA-Serie gehören die Herren von der Rennleitung auch nicht zum Straßenbild, sondern tauchen aus dem Nichts hinter Ihnen auf, wenn die Mission oder der Zufall das gerade wollen.

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