Geforce GTX 1070 : Im Test muss die Geforce GTX 1070 beweisen, ob sie ihren hohen Preis von 499 Euro für die ab dem 10. Juni verfügbare Founders-Edition mit entsprechend hoher Performance rechtfertigen kann. Im Test muss die Geforce GTX 1070 beweisen, ob sie ihren hohen Preis von 499 Euro für die ab dem 10. Juni verfügbare Founders-Edition mit entsprechend hoher Performance rechtfertigen kann.

Nvidias Geforce GTX 1070 ist die zweite Grafikkarte im Test, die auf der Pascal-Mikroarchitektur basiert. Zusammen mit der auf 16 Nanometer geschrumpften Strukturbreite soll die GTX 1070 rund 70 Prozent schneller arbeiten als ihr Maxwell-Vorgänger und dennoch weniger Strom verbrauchen.

Zum Thema » Geforce GTX 1080 im Test Der neue König? » GTX 1080 Overclocking Übertakten auf 2,0 GHz leicht gemacht? » GTX 970 VRAM-Problem Was sagen die Spiele-Benchmarks? Geforce GTX 1070 ab 404 € bei Amazon.de Gelingen soll das der Geforce GTX 1070 unter anderem durch den GP-104-Grafikchip. Der steckt auch in der Geforce GTX 1080 und hat im Test bereits bewiesen, dass Pascal im Vergleich zu Maxwell nochmals deutlich höhere Takt- und somit auch Frameraten ermöglicht.

Die GPU der GTX 1070 taktet mit 1.506 MHz Standard- und 1.683 MHz Boost-Geschwindigkeit und verfügt über 15 Streaming Multiprocessors (SMM). Da jeder SMM 128 Shader-Einheiten beherbergt, kommt die GTX 1070 hier insgesamt auf 1.920. Bei der GTX 1080 sind es 20 SMMs und entsprechend 2.560 Shader-Einheiten.

Somit besitzt die GTX 1070 knapp 15 Prozent mehr Shader-Einheiten als die Geforce GTX 970 (1.664) und taktet per Boost rund 40 Prozent schneller. Außerdem wurde der Videospeicher von 4,0 GByte (bzw. 3,5 GByte) auf 8,0 GByte aufgestockt. Anders als bei der GTX 1080 kommt jedoch nicht der neue GDDR5X-Speicher von Micron zum Einsatz, sondern herkömmliche GDDR5-Chips. Die können es zwar nicht mit der Geschwindigkeit und Energieeffizienz von GDDR5X aufnehmen, takten allerdings mit effektiv 8,0 GHz trotzdem schneller als auf der GTX 970 (7,0 GHz).

Mit dem weiterhin 256 Bit breiten Speicher-Interface erreicht die GTX 1070 somit 256 GByte/s Bandbreite und liegt etwas vor der GTX 970 (224 GByte/s). In der Praxis dürfte der Vorsprung jedoch größer ausfallen, da Nvidia für Pascal auch die Speicher-Komprimierung (Delta Color Compression) verbessert hat und somit die verfügbare Bandbreite bis zu 20 Prozent effizienter genutzt wird.

Daneben unterstützt die GTX 1070 auch die übrigen Pascal-Features wie Simultaneous Multi Projection (VR-Leistung und Multi-Monitor-Support) und soll von der verbesserten DirectX-12-Performance profitieren. Mehr zu den Neuerungen von Pascal finden Sie im Test der Geforce GTX 1080.

Technische Daten

GTX 1080

GTX 1070

GTX 980

GTX 970

Grafikchip

GP104

GP104

GM204

GM204

Chiptakt (Basis/Boost)

1.607 / 1.733 MHz

1.506 / 1.683 MHz

1.126/1.216 MHz

1.050/1.178 MHz

Shader-Einheiten

2.560

1.920

2.048

1.664

Fertigungsprozess

16 nm FinFET

16 nm FinFET

28 nm

28 nm

Rechenleistung

9 TFLOPS

6,5 TFLOPS

4,6 TFLOPS

3,5 TFLOPS

Videospeicher

8,0 GByte GDDR5X

8,0 GByte GDDR5

4,0 GByte GDDR5

4,0 GByte GDDR5

Speichertakt (effektiv)

10,0 GHz

8,0 GHz

7,0 GHz

7,0 GHz

Speicherinterface

256 Bit

256 Bit

256 Bit

256 Bit

Speicherbandbreite

320 GByte/s

256 GByte/s

224 GByte/s

224 GByte/s

TDP

180 Watt

150 Watt

165 Watt

145 Watt

Veröffentlichung

27.05.2016

10.06.2016

19.09.2014

19.09.2014

Preis

Founders Edition: 789 Euro

Custom Design: 665 Euro

Founders Edition: 499 Euro

Custom Design: TBA

ca. 460 Euro

ca. 300 Euro

Testsystem

Herzstück unseres Testsystems bildet der Intel Core i7 4770K, den wir auf 4,5 GHz übertaktet haben. Die vier Kerne samt Hyper-Threading und der hohe Takt sorgen dafür, dass der Prozessor nicht zum Flaschenhals wird und die Geforce GTX 1070 stets ihr volles Leistungspotenzial ausschöpfen kann. Die Speicherbänke des MSI Z87-GD65 Gaming Mainboards sind mit 16,0 GByte DDR3-1600 Arbeitsspeicher bestückt. Als Betriebssystem kommt Windows 10 zum Einsatz, das auf einer 500 GByte großen Samsung 850 EVO SSD Platz findet.

Die Grafikkarten müssen sich in sechs DX11- und einem DX12-Spiel beweisen (Hitman, Battlefield 4,Crysis 3,Rise of the Tomb Raider, Metro: Last Light, Far Cry: Primal und The Witcher 3). Alle genannten Titel testen wir mit maximalen Details in den Auflösungen 1920x1.080, 2560x1.440 und 3840x2160. Bei den Benchmarks loten wir die Leistung mit (vierfacher) Kantenglättung sowie sechzehnfacher, anisotroper Filterung aus und nehmen den Mittelwert aus jeweils drei Messungen.

Der gemessene Stromverbrauch bezieht sich auf das gesamte System, während der Temperatur-Wert auf den Angaben von MSI Afterburner beruht. Unsere Lautstärke-Messungen führen wir in einem schallgedämmten Raum mit einem Voltcraft SL200 durch. Das Messgerät wird im Abstand von 50 cm, schräg zur Grafikkarte und dem offenen Testsystem platziert. Ohne Grafikkarte und bei deaktivierten CPU- und Netzteil-Lüftern beträgt der Lautstärkepegel 38,0 Dezibel (dBA).

Nvidia Geforce GTX 1080 Vorstellung