Nvidia Geforce GTX 670 im Test
Geforce-Oberklasse für 400 Euro
Im Test ist die Geforce GTX 670 die erste Grafikkarte aus Nvidias neuer 28-nm-Generation für weniger als 500 Euro. Benchmark-Leistung und Energieffizienz sind weiter Spitze, der Referenzlüfter aber zu laut.
Von
Hendrik Weins
|
Datum:
10.05.2012
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19 Jahre Grafikkarten
Nvidia setzt bei der neuen
Geforce GTX 670
auf den GK104-Grafikchip, der auch bei den Top-Modellen der Geforce-GTX-600-Serie zum Einsatz kommt. Somit basiert die neue Grafikkarte ebenfalls auf der aktuellen Kepler-Architektur und dem modernen 28-nm-Fertigungsprozess, was die Energieffizienz gegenüber der Vorgängergeneration nahezu verdoppelt.
Nach der rund 500 Euro teuren Geforce GTX 680 und dem extrem schnellen, aber auch wahnwitzig teuren 1.000-Euro-Flaggschiff Geforce GTX 690 mit zwei Kepler-Grafikchips soll die Geforce GTX 670 für beinahe preiswerte 400 Euro ab sofort erhältlich sein.
Nvidia selbst vergleicht die GTX 670 vor allem mit der Radeon HD 7950 und will diese durch die Bank schlagen. Aber auch AMDs rund 420 Euro teures Flagschiff Radeon HD 7970 soll von der GTX 670 zumindest eingeholt, wenn nicht sogar überholt werden. Im Test der Geforce GTX 670 werden wir das durch ausführliche Benchmarks überprüfen.
Update: Gut ein Jahr nach Veröffentlichung der aktuellen Radeon- und Geforce-Generation haben wir das komplette Portfolio von AMD und Nvidia erneut getestet. Durch permanente Treiber-Optimierungen haben sich die Relationen der einzelnen Karten zueinander leicht verschoben, so dass die in diesem Artikel stehenden Benchmarks nicht mehr das aktuelle Leistungsgefüge abbilden. Ständig aktualisierte Benchmarks finden Sie im Artikel
Die besten Grafikkarten.
So viel sei vorweg verraten: An Leistung mangelt es der Geforce GTX 670 im Test nicht.
Geforce GTX 670 im Detail
Wie schon auf der
Geforce GTX 680
und der
Geforce GTX 690
verwendet auch die Geforce GTX 670 den im modernen 28-nm-Prozess gefertigten GK104-Chip. Allerdings wurde der im Vergleich zur GTX 680 leicht abgespeckt. Liegen die Taktraten von 915/6.008 MHz noch exakt auf dem Niveau der beiden Grafikchips der GTX 690, läuft die GTX 680 mit 1.006/6.008 MHz aber mit einem rund 10 Prozent höheren Chiptakt. Auch der 2,0 GByte große GDDR5-Videospeicher der GTX 670 entspricht den teureren Modellen ebenso wie die maximale Speicherbandbreite von 192,2 GByte/s, die durch den identischen Speichertakt und das ebenfalls 256 Bit breite Speicher-Interface bedingt wird. Statt acht SMX-Shaderblöcken mit je 192 Rechenwerken wie auf der GTX 680 sind auf der Geforce GTX 670 aber nur noch sieben vorhanden. Dementsprechend reduziert sich die Shader-Anzahl von 1.536 auf 1.344 und die der Textur-Einheiten von 128 auf 112.
Abgesehen vom fehlenden SMX-Baustein sind sich Geforce GTX 680 und GTX 670 extrem ähnlich. Alle neuen, mit Kepler eingeführten Techniken, sind mit an Bord. Damit unterstützt die GTX 670 unter anderem das verbesserte VSync sowie die Turbo-Technik GPU Boost, die die Taktraten der Grafikkarte entsprechend der Auslastung automatisch erhöht. Nvidia verspricht je nach Kühlung eine Steigerung auf mindestens 980 MHz, in unserem Test erreichte der Grafikchip maximal 1.084 MHz. Ohne Last sinken die Taktfrequenzen auf 324/648 MHz ab und helfen so beim Strom sparen. Welche Vorteile die einzelnen Neuerungen der Kepler-Architektur genau bedeuten, haben wir im Test der Geforce GTX 680 ausführlich überprüft.
Anders als bei aktuellen Radeon-Karten lassen sich an die GTX 670 bis zu drei Monitore anschließen, ohne einen Displayport-TFT oder einen passenden Adapter zu brauchen.
Technisch ist die Geforce GTX 670 auf der Höhe der Zeit und unterstützt mit DirectX 11.1 sowie PCI Express 3.0 die wichtigen aktuellen Standards. Die Nvidia-eigene Technik
3D Vision 2
sorgt in Verbindung mit einem passenden 120-Hertz-Monitor und der 3D-Vision-Brille für gelungenes, stereoskopisches 3D oder erlaubt den Betrieb von bis zu vier Monitoren an einer Grafikkarte. Für diesen Fall besitzt die GTX 670 zwei Dual-Link-fähige DVI-Ausgänge sowie einen HDMI- und einen Displayport-Anschluss. Auch PhysX zur Berechnung von Physik in Spielen beherrscht die GTX 670, auch wenn diese Technik nur von den wenigsten Titeln unterstützt wird – bislang ist beispielsweise unklar, welche neuen PhysX-Titel in diesem Jahr überhaupt erscheinen.
Technische Daten
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Geforce GTX 670
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Geforce GTX 680
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Radeon HD 7970
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Grafikchip
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GK104
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GK104
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Tahiti XT
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Fertigung
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28 nm
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28 nm
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28 nm
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Chiptakt
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915 MHz
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1.006 MHz
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925 MHz
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Shader-Einheiten
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1.344
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1.536
|
2.048
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Textur-Einheiten
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122
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128
|
128
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GDDR5-Speicher
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2.048 MByte
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2.048 MByte
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3.072 MByte
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Speichertakt (effektiv)
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6.008 MHz
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6.008 MHz
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5.500 MHz
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Speicheranbindung
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256 Bit
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256 Bit
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384 Bit
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Speicherbandbreite
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192 GB/s
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192 GB/s
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264 GB/s
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Stromverbrauch (Volllast)
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170 Watt
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195 Watt
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250 Watt
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Stromverbrauch (Leerlauf)
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15 Watt
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15 Watt
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15 Watt
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Preis
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400 Euro
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500 Euro
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