Fazit

Nvidia Geforce GTX 690 : Unvernünftig. So könnte das Ein-Wort-Fazit lauten. Die Geforce GTX 690 ist extrem schnell. So schnell sogar, dass Sie schon danach suchen müssen, wie Sie die Grafikkarte in Spielen an ihr Limit treiben. Normales MSAA fordert die Karte kaum und ihr volles Potenzial spielt sie erst in Auflösungen jenseits der 1920x1080 aus. In Full HD und mit 4xAA spielen Sie auch mit deutlich günstigeren Karten wie der Geforce GTX 570 oder Radeon HD 7850 noch problemlos. Muss es 8xAA sein, lohnt der Griff zur Radeon HD 7950 oder der Radeon HD 7970. Wer braucht also diese Grafikkarte? Die Antwort: Spieler, denen Full HD und MSAA zu wenig sind. Spieler also, die entweder mehrere oder einen besonders großen Monitor besitzen oder stets in 3D spielen wollen. Spieler also, die eine absolute Minderheit darstellen.

Nur eine Minderheit wird wohl auch die knapp 1.000 Euro für die Geforce GTX 690 investieren wollen. Zumal der Vorsprung gegenüber der Geforce GTX 680 nicht überragend groß ausfällt – es sei denn, und hier schließt sich der Kreis, in extremen Auflösungen. Dem absoluten Oberklasseanspruch wird der Kühler der GTX 690 allerdings nicht gerecht. Zwar hält er die beiden Grafikchips auch unter Last auf ungefährlichem Temperatur-Niveau, die 3,9 Sone unter Last sind aber für geräuschempfindliche Spieler zu laut. Es bleibt abzuwarten, ob Hersteller wie Asus, MSI und Co. eigene Modelle mit überarbeitetem Kühler auf den Markt bringen. Am 03. Mai sollen erste Karten mit Referenzdesign im Handel erhältlich sein, angepasste Modelle werden erst später erscheinen. Wer so lange nicht warten kann, der schraubt sich einfach zwei Geforce GTX 680 in den Rechner – die kosten das gleiche und liefern dank höherer Taktraten sogar noch mehr.

» Nvidia Geforce GTX 690 im Preisvergleich

Nvidia Geforce GTX 680 - Herstellerpräsentation