Viele Spieler kennen das: Man geht auf die Homepage eines PC-Herstellers, konfiguriert sich einen Rechner und klickt bei jedem Punkt die teuerste Option an. Nicht weil es sinnvoll wäre, nicht weil man es brauchen oder gar kaufen würde, sondern weil es möglich ist und Spaß macht den absurd hohen Preis am Ende zu sehen.

Zum Thema » Spielen in 10K Drei GTX 980 und drei Ultrawide-Curved-TFTs » inno3D GTX 980 Ti iChill im Test Hochgezüchtete Transformer-Karte » Intel i7 5960X im Test Acht Prozessorkerne für ein Hallelujah? Geforce GTX 980 Ti ab 470 € bei Amazon.de Genau so einen »absurden« Rechner haben wir vom Münchner Systemintegrator Mifcom zur Verfügung gestellt bekommen. Den Zeus X11 gibt es ab 9.500 Euro, für unsere Konfiguration werden fast 11.000 Euro fällig.
Als Gehäuse für diesen Traum-PC dient das Silverstone Temjin TJ11 (600 Euro), das trotz edlem Aluminium auf über 17 Kg Gewicht kommt. Kein Wunder, schließlich ist das TJ11 über 60 cm hoch, 22 cm breit und 65 cm lang. Ein wahres Monstrum mit viel Platz, und den braucht es auch.

Im Inneren findet sich ein Asus Rampage V Extreme E-ATX-Mainboard (460 Euro). Das bietet gleich 14 USB-3.0-Anschlüsse, WiFi und kann vier Grafikkarten mit je 16 PCI-Express-Lanes anbinden. In den entsprechenden Slots stecken drei Geforce GTX 980 Ti Strix von Asus. Allerdings wurde der Luft-Kühler von Mifcom entfernt und gegen EK Water Blocks ausgetauscht. Durch die Wasserkühlung bleiben die drei Grafikkarten auch unter Last bei niedrigen 50 Grad. Gleiches gilt für die 1.000-Euro-CPU, den Intel Core i7 5960X mit acht Kernen (16 Threads). Trotz Übertaktung auf bis zu 4,0 GHz bleibt der Prozessor auch unter Last kühl und der gesamte Rechner stets leise. Zwar finden sich gleich sieben Corsair Air Series (140 mm) Lüfter in dem Mifcom-PC (verteilt auf zwei Radiatoren), die drehen sich aber sehr langsam und machen dadurch kaum Lärm.

Name

Zeus X11 Triple-SLI

Hersteller

Mifcom.de

Prozessor

Intel Core i7 5960X

Grafikkarten

3 x Nvidia Geforce GTX 980 Ti

Kühlersystem

EKWB (CPU und GPUs)

Mainboard

ASUS ROG Rampage V Extreme

Arbeitsspeicher

64 GByte DDR4 RAM

Festplatten

6,0 TByte WD Black

SSD

Samsung 950 Pro (512 GByte)

Gehäuse

Silverstone Temjin TJ11

Netzteil

Corsair Professional Series Titanium AX1500i

Monitore

3 x Asus ROG Swift PG27AQ (3840x2160; G-Sync)

Headset

Asus Strix 2.0

Tastatur

Asus Strix Tactic Pro

Maus

Asus ROG Gladius

Blu-ray-Laufwerk

LG CH12NS30

Betriebssystem

Windows 10 (64 Bit)

Preis

über 13.000 Euro (PC+Monitore+Peripherie)

Neben der CPU stecken 64 GByte KLEVV Cras DDR4-2666-Arbeitsspeicher (900 Euro) und lassen somit auch für Photoshop- und Premiere-Künstler keine Wünsche offen. Um die Stromversorgung kümmert sich das 1.500-Watt-Netzteil Professional Series Titanium von Corsair (400 Euro). Mifcom baut nicht ohne Grund ein so leistungsfähiges Netzteil ein, in unseren Tests verbraucht das System bis zu 1.000 Watt und geht auch im Leerlauf (350 Watt) nicht gerade sparsam mit der Energie um.

Dafür gibt es jedoch auch brachiale Leistung und bei leicht reduzierten Details (keine Kantenglättung) bewältigt dieser Rechner auch anspruchsvolle Spiele in 12K. So konnten wir Crysis 3 in hohen Details und einer Auflösung von 11.520x2160 Pixeln flüssig mit über 50 Bildern pro Sekunde spielen. Auch Witcher 3 (circa 50 fps, mittlere Details) und Battlefield 4 (über 90 fps, ultra Details) liefen ohne Ruckler.

Für die 12K-Einrichtung verbinden wir je einen der Asus ROG Swift PG27AQ (3x900 Euro) mit einer GTX 980 Ti und nutzen Nvidias Surround-Technologie um sie zu einem riesigen Monitor zu verbinden. Das gelingt relativ schnell und unkompliziert, allerdings muss man teilweise doch etwas Geduld mitbringen. So setzt sich die Konfiguration bei einem Neustart oft einfach zurück oder es werden beim Starten von Spielen nicht alle Monitore erkannt. Auch Mikro-Ruckler können je nach SLI-Optimierung der einzelnen Titel auftreten und das Spielgefühl trüben.

Im Video zeigen wir verschiedene Spiele und Monitor-Konfigurationen sowie Detail-Aufnahmen des 11.000-Euro-Rechners. Das gesamte Setup bleibt in der Praxis ähnlich absurd wie das Vorgänger-System aus unserem »Gaming in 10K«-Video vom letzten Jahr. Allerdings hat Mifcom sowohl bei der Leistung als auch der Verarbeitung und dem Preis nochmals eine ordentlich Schippe drauf gelegt.

Wer also auf der Suche nach einem sauber konfigurierten und leistungsfähigen Komplett-PC ist, sollte der Homepage von Mifcom einen Besuch abstatten. Dort lassen sich auch deutlich günstigere Rechner zusammenstellen. Bei den Zeus-Systemen bietet Mifcom auf Wunsch auch die »A+«-Installation an. Die beinhaltet ein optimiertes Windows mit den aktuellsten Treibern, Updates und Patches sowie Einstellungen. Auch individuelle Installationswünsche wie Partitionierungsvorgaben lassen sich bei der Bestellung angeben.

Zum Schluss gibt es für Käufer der Zeus-PCs auch ein umfassendes Service-Paket. Dazu zählt die dreijährige Garantie, die auf bis zu fünf Jahre erweitert werden kann. Außerdem gehören ein Pick-Up&Return-Service sowie eine mögliche Fernwartung durch MIFCOM dazu. Der technische Support läuft unbegrenzt über die Garantiezeit hinaus.