Nvidia Geforce GTX 980 : Nvidia lässt bei der Namensgebung ihrer Desktop-Karten eine Stufe aus und springt von der 700 auf die 900. Die 800 bleibt den M-Modellen für Notebooks vorbehalten. Nvidia lässt bei der Namensgebung ihrer Desktop-Karten eine Stufe aus und springt von der 700 auf die 900. Die 800 bleibt den M-Modellen für Notebooks vorbehalten.

Nachdem die Maxwell-Architektur von Nvidia bislang nur in Einsteiger- und Notebook-Karten zum Einsatz kam, finden die neuen Grafikchips jetzt auch ihren Weg ins High-End-Segment. Mit der Geforce GTX 980 und Geforce GTX 970 haben wir die beiden Top-Modelle der neuesten Geforce-Generation im Test und überprüfen, was die Maxwell-Chips im Vergleich zu ihren Vorgängern und der AMD-Konkurrenz leisten. Die Geforce GTX 980 stellt dabei das neue Top-Modell dar und wird laut Nvidia für etwa 540 Euro zu haben sein. Die Geforce GTX 970, der wir einen eigenen GTX-970-Test widmen, soll etwa 330 Euro kosten. Beide Karten sind ab heute im Handel zu haben, ob ausreichend Stückzahlen vorhanden sind, lässt sich aber noch nicht absehen.

Zum Thema » Geforce GTX 970 im Test Viel günstiger und fast so schnell wie die GTX 980 » G-Sync-TFT Asus PG278Q im Test G-Sync, 144 Hertz und 1440p » Geforce GTX 750 Ti im Test Erste Geforce mit Maxwell-Architektur Geforce GTX 980 ab 462,43 € bei Amazon.de Um die Performance einer GPU zu steigern und gleichzeitig deren Energieeffizienz zu verbessern, gibt es zwei Möglichkeiten. Durch die Verkleinerung der Strukturbreite der Halbleiter im Inneren eines Grafikchips können mehr Transistoren untergebracht werden. Allein dadurch lässt sich die Leistung bereits erhöhen, außerdem benötigen die kleineren Schaltwerke weniger Spannung zum Arbeiten, was sich positiv auf die Temperaturen und den Stromverbrauch auswirken kann, und dadurch in der Regel höhere Taktfrequenzen erlaubt. Eine weitere Möglichkeit zu Performance- und Effizienzsteigerung besteht darin, den grundlegenden Aufbau eines Grafikchips zu verändern und so die internen Abläufe und damit eventuell auch den Verbrauch zu optimieren.

Nvidia Geforce GTX 980 : Nvidias Referenz-Design der Geforce GTX 980 bringt einen DVI-, drei Displayport-1.2- sowie einen HDMI-2.0-Anschluss mit. Nvidias Referenz-Design der Geforce GTX 980 bringt einen DVI-, drei Displayport-1.2- sowie einen HDMI-2.0-Anschluss mit.

Mit Maxwell hat sich Nvidia für die zweite Option entschieden und strukturiert die Mikroarchitektur an vielen Stellen komplett um. Die Strukturbreite der Maxwell-Chips (Geforce GTX 980, Geforce GTX 970, GTX 750 Ti) bleibt wie bei den Kepler-Vorgängern (GTX-700-Serie) hingegen unverändert bei 28 Nanometern. Das die Performance pro Watt bei Maxwell-Chips deutlich höher liegt als bei Kepler-Grafikkernen, konnten wir bereits beim Test der Anfang des Jahres vorgestellten Geforce GTX 750 Ti sehen. Mit ihren schwachen technischen Spezifikationen eignet sich die Einsteigerkarte aber eher für Media-PCs und kaum für Spiele-Rechner, die auch aktuelle Titel in hohen Auflösungen und maximalen Details flüssig darstellen sollen. Genau dafür sind die jedoch die Maxwell-Flaggschiffe Geforce GTX 980 und Geforce GTX 970 im Test gedacht und verfügen dementsprechend auch über deutlich höhere Shader-Zahlen, Taktfrequenzen und mehr Videospeicher.

Die Geforce GTX 980 ist das neue Flaggschiff der Geforce 900-Serie von Nvidia.

Technische Daten

Geforce GTX 980

Geforce GTX 970

Geforce GTX 780

Geforce GTX 770

Grafikchip

GM204

GM204

GK110

GK104

Chip- / Boost-Takt

1.126 MHz / 1.216 MHz

1.050 Mhz / 1.178 MHz

863 MHz / 900 MHz

1.046 MHz / 1.150 MHz

Shader-Einheiten

2.048

1.664

2.304

1.536

Textureinheiten

128

104

192

128

ROP-Einheiten

64

64

48

32

Videospeicher

4,0 GByte

4,0 GByte

3,0 GByte

2,0 GByte

Speichertakt (effektiv)

7,0 GHz

7,0 GHz

6,0 GHz

7,0 GHz

Speicherinterface

256 Bit

256 Bit

384 Bit

256 Bit

Speicherbandbreite

224 GByte/s

224 GByte/s

288 GByte/s

224 GByte/s

TDP

165 Watt

145 Watt

250 Watt

230 Watt

Preis

540 Euro

320 Euro

420 Euro

260 Euro

Testsystem

Herzstück unseres Testsystems bildet der Intel Core i7 4770K, den wir auf 4,5 GHz übertaktet haben. Die vier Kerne samt Hyper-Threading und der hohe Takt sorgen dafür, dass der Prozessor nicht zum Flaschenhals wird und sowohl die Geforce GTX 970 als auch die Geforce GTX 980 stets ihr volles Leistungspotenzial ausschöpfen können. Die Speicherbänke des MSI Z87-GD65 Gaming Mainboards sind mit 16,0 GByte DDR3-1600 Arbeitsspeicher bestückt. Als Betriebsystem kommt Windows 8.1 zum Einsatz, das auf einer 512 GByte großen Samsung SSD 840 Pro Platz findet.

Beide Grafikkarten müssen sich in sechs DX11-Spielen beweisen (Anno 2070, Battlefield 4, Crysis 3, Grid 2, Rome 2 und Metro: Last Light). Alle genannten Titel testen wir mit maximalen Details in den Auflösungen 1920x1.080 und 2560x1.440. Um dem Titel der Geforce GTX 980 als Flaggschiff-Karte der neuen Geforce-Generation Rechnung zu tragen, haben wir das Top-Modell auch auf seine 4K-Leistung hin überprüft. Bei den Benchmarks loten wir die Leistung sowohl ohne als auch mit vierfacher Kantenglättung sowie sechzehnfacher, anisotroper Filterung aus und nehmen den Mittelwert aus jeweils drei Messungen.

Der gemessene Stromverbrauch bezieht sich auf das gesamte System, während der Temperatur-Wert auf den Angaben von MSI Afterburner beruht. Wie laut die Grafikkarte wird, ermitteln wir in einem schalltoten Raum über ein Messmikrofon im Abstand von 50 cm.

Nvidia Editor's Day - Präsentation