Microsoft Xbox One

Konsolen   |   Datum: 06.12.2013

Xbox 720 - Peter Molyneux wünscht sich Fokus auf Spielen, statt auf Connected-Features

Wenn es nach Entwicklerlegende Peter Molyneux geht, sollte sich Microsoft mit der kommenden Xbox 720 auf Spiele und nicht zu sehr auf Online-, Social- und Fernsehen-Funktionen konzentrieren.

Von Philipp Elsner |

Datum: 03.05.2013 ; 17:20 Uhr


Xbox 720 : Peter Molyneux wünscht sich die Xbox 720 als Spielkonsole, nicht als TV- und Social Media-Schnittstelle. Peter Molyneux wünscht sich die Xbox 720 als Spielkonsole, nicht als TV- und Social Media-Schnittstelle.

In einem Interview mit dem Videospiel-Magazin Edge spricht der bekannte Spieledesigner Peter Molyneux über seine Erwartungen und Wünsche an die NextGen-Konsole Xbox (720) . Dabei machte er klar, dass er als Spieler primär eine Gaming-Plattform wolle und die so oft beschworenen Zusatz-Funktionen, wie Social-Features, Sharing, TV und andere Entertainment-Inhalte nicht die primären Aufgaben einer Spiele-Konsole seien.

Für Molyneux werde es spannend zu sehen, welchen Weg Microsoft mit der neuen Xbox einschlagen wolle: »Entweder gehen sie den Weg der Hyper-Vernetzung und Übertragbarkeit. Oder sie besinnen sich auf die Funktion der Konsole als Spiele-Plattform und kümmern sich nicht zu sehr um Hyper-Vernetzung und Übertragbarkeit. Welchen Weg sie gehen, wird eine faszinierende Entscheidung.«

Ganz persönlich würde Molyneux es vorziehen, wenn Microsoft sich darauf konzentriere, in erster Linie eine Spielekonsole zu bauen, die erst an zweiter Stelle als allgemeines Zentrum für Unterhaltung, Fernsehen und Internet dient. Zuvor hatte Microsoft stets die Vielschichtigkeit der neuen Xbox betont: Die Konsole soll eine »neue Generation von Spielen, Fernsehen und Entertainment« ermöglichen. Damit möchte man sich als Zentrum der Unterhaltung in den Wohnzimmern etablieren.

Peter Molyneux sieht dies skeptisch: »Die Konsole ist fürs Spielen gemacht. Sie ist für diese Masse an großartigen loyalen Spielern da draußen gemacht. Zu diesen ganzen zusätzlichen Funktionen kann ich nur sagen: Ich will keine neue Möglichkeit, auf Facebook zuzugreifen. Ich habe bereits alle Möglichkeiten, mich auf Facebook zu bewegen. Ich möchte einfach das, wofür ich bezahlt habe: Tolle Spiele spielen.«

Laut Molyneux gibt es die Tendenz, Konsolen als das einzige und wichtigste Input-Gerät für den Fernseher zu etablieren. »Es geht auch darum, dass Xbox und PlayStation 4 z.B. die Sky-Box verdrängen. Ich als Spieler will das nicht. Ich glaube, all dieser Kram verwässert das Wesentliche.«

Bis 2012 war Peter Molyneux selbst bei Microsoft tätig. Nach seinem Ausscheiden gründet er das Entwicklerstudio 22Cans, aus dem das Gameplay-Experiment Curiosity - What's Inside the Cube? Als Teil des Projektes 22 Experiments hervorging. Der Designer und Programmierer war beteiligt an Titeln wie Populus, Dungeon Keeper , Black & White und Fable .

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Avatar Cyrotek
Cyrotek
#1 | 03. Mai 2013, 17:22
Im Moment sieht es ja fast schon so aus, das Microsoft extrem in der Gunst der Spieler steigen könnte, wenn sie sich mit ihrer Konsole auf den ursprünglichen Zweck besinnen und den ganzen anderen Kram über Bord werfen.
Also quasi gegen den Strom schwimmen.
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Avatar Ischariot
Ischariot
#2 | 03. Mai 2013, 17:23
Wie Recht der gute Peter hat
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Avatar shuno
shuno
#3 | 03. Mai 2013, 17:31
... aber sowas wie Curiosity abliefern.

Er sollte besser einfach mal den Mund halten.
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Avatar Dabra
Dabra
#4 | 03. Mai 2013, 17:31
Heiliger Klabautermann.. Hätte nie gedacht, dass ich den Tag noch erlebe, an dem ich mal Molyneux's Meinung bin..
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Avatar Flusskrebs
Flusskrebs
#5 | 03. Mai 2013, 17:34
Mal völlig abgesehen davon, dass er hier recht hat: Warum schält der Kerl seit Black&White nicht in irgendeinem Keller Kartoffeln?
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Avatar Morrich
Morrich
#6 | 03. Mai 2013, 17:36
Da hat der Mann ausnahmsweise mal Recht. Dieser Wahn hin zu immer mehr "Social Features" und der Spielekonsole als Multimedia Station ist einfach nur nervig.

Kann man ja gern in einem anderen Modell bringen, welches dann auch mehr kostet, aber vorranging sollte eine Spielekonsole auch eine solche bleiben.

Dass das Konzept der Multumedia Station nicht si wirklich hinhaut, musste Sony mit dem ersten Modell der PS3 schmerzlich erfahren. Das Ding fanden viele Kunden einfach zu teuer für eine simple Spielekonsole. Klar, das Teil konnte deutlich mehr als nur Spiele, aber das wollten die Kunden nicht.
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Avatar Deoee
Deoee
#7 | 03. Mai 2013, 17:37
Zitat von shuno:
... aber sowas wie Curiosity abliefern.

Er sollte besser einfach mal den Mund halten.


Genau wie du! :)
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Avatar Wilson
Wilson
#8 | 03. Mai 2013, 17:40
"Ich will keine neue Möglichkeit, auf Facebook zuzugreifen. Ich habe bereits alle Möglichkeiten, mich auf Facebook zu bewegen. Ich möchte einfach das, wofür ich bezahlt habe: Tolle Spiele spielen."

Viel mehr gibts dazu eigentlich nicht zu sagen.
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Avatar Einkaufswagen
Einkaufswagen
#9 | 03. Mai 2013, 17:43
Zitat von Flusskrebs:
Mal völlig abgesehen ob er recht hat oder nicht: Warum schält der Kerl seit Black&White nicht in irgendeinem Keller Kartoffeln?


Weil Black&White gar nicht so verkehrt war, wie is immer wieder gerne dargestellt wird und er außerdem mehr als eine Spielelegende erschaffen hat - und wieso soll jemand, nur weil er an frühere Ausnahme-Erfolge nicht anknüpfen konnte, eigentlich immer gleich ganz von der Bildfläche verschwinden? Arg beschränkte Einstellung irgendwie...
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Avatar IronsteffL
IronsteffL
#10 | 03. Mai 2013, 17:51
Da bin ich voll und ganz seiner Meinung und ich hoffe wirklich inständig, dass Microsoft nicht dem Sony-Share-Facebook-Weg folgt. Kinect war ja im Grunde keine schlechte Idee, aber für den hohen Preis blieb der praktische Nutzen doch weit hinter den Erwartungen zurück. Ich bin mir aber sicher, dass man mit einer standardmäßig verbauten Kinect-Version und verbessertem Nutzen bei Navigation und Gameplayintegration damit durchaus was anfangen könnte. Die Ressourcen für irgendwelche Social-Media-Connect-Unsinnigkeiten rauszufeuern halte ich für unglaubliche Verschwendung. Wär schön, wenn Microsoft auf die Worte ihres ehemaligen Goldkindes hören würden!

Am schönsten an Molyneux-News sind aber natürlich die Kommentare diverser Nichtsnutze, die nicht mal ansatzweise das erreicht haben, was Molyneux schon auf der Pfanne hat, aber ihn aufgrund falscher Versprechen (oder eher laut ausgesprochenen Gedankengängen) oder mehr oder minder ernüchternder Experimente wie Curiosity (welches ja im Grunde auch noch kostenlos ist) in irgendeinem Keller eingesperrt oder auf der Straße nach Geld betteln sehen wollen. Ihr macht eurer Spezies wirklich alle Ehre, Hut ab!
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